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18-Jährige angeklagt: Studentin vergrault Mitbewohnerin mit ekligen Methoden - und gibt damit auf Instagram an

Wer zu widerlichen Maßnahmen greift, um unliebsame Mitbewohner loszuwerden, sollte dies vielleicht nicht unbedingt über die sozialen Medien in die Welt hinausposaunen. Eine Studentin in Hartford hat es trotzdem gemacht und muss sich jetzt vor Gericht verantworten.

Skyline von Hartford

Skyline von Hartford: Eine Studentin im US-Bundesstaat Connecticut steht wegen kriminellen Unfugs vor Gericht (Archivbild)

Eine Studentin in Hartford im US-Bundesstaat Connecticut muss sich vor Gericht wegen kriminellen Unfugs verantworten. In der Absicht ihre Mitbewohnerin aus der gemeinsamen WG zu vergraulen, soll sie zu besonders ekligen Maßnahmen gegriffen haben. Nachdem ihr "Plan" aufgegangen sei, habe sie damit auf ihrer Instagram-Seite angegeben. Wie die "New York Times" berichtet, sei sie daraufhin außerdem von der University of Hartford verwiesen worden.

Die 18-Jährige hatte via verkündet, dass ihre Mitbewohnerin, die sie in dem Post als "jamaikanische Barbie" bezeichnet, endlich aus dem Studentenwohnheim ausgezogen sei - nachdem sie über anderthalb Monate unter anderem in ihr Kokosnussöl gespuckt, gebrauchte Tampons auf ihrem Rucksack gerieben und ihre Zahnbürste an Orte gesteckt habe, "an denen die Sonne nicht scheint".

"Unerwünscht in der eigenen Wohnung"

Das Opfer hat sich inzwischen in einem Facebook-Video geäußert und der Universität vorgeworfen, den Vorfall vertuschen zu wollen. Die Studentin im ersten Jahr gibt an, sich früh im Semester krank gefühlt zu haben und unter extremen Halsschmerzen gelitten zu haben, die es ihr schwierig gemacht hätten, zu sprechen und zu schlafen. Die Täterin und sie seien per Zufall in die gemeinsame WG gelost worden. Sie sei schließlich ausgezogen, weil sie sich "unerwünscht in der eigenen Wohnung" gefühlt habe.

Andere Mitbewohner hätten sie auf verdächtige Posts der 18-Jährigen hingewiesen: zum Beispiel Fotos der Blutflecken auf ihrem Rucksack. Auf ihre Beschwerde habe die Verwaltung der mit einer Warnung reagiert, dass sie des Wohnheims verwiesen werden könnte, wenn sie den Vorfall öffentlich machen würde.

Uni-Präsident teilt "Wut und Frustration"

In der Antwort der Hochschule spiele die Tatsache, dass sie schwarz und die Täterin weiß sei, eine Rolle, so das Opfer - unter umgekehrten Vorzeichen "wäre die Sache in eine andere Richtung gegangen", so die Studentin in dem Video. Unter dem Hashtag #justiceforjazzy (basierend auf ihrem -Namen) verbreitete sich der Clip rasant über die sozialen Netzwerke und wurde so zum Thema in den Medien.

Gregory S. Woodward, Präsident der Universität, nannte das Verhalten der Täterin in einem Online-Statement "verwerflich". Entgegen anderer Meldungen werde die Angelegenheit umgehend und streng behandelt. Woodward teile die Wut und die Frustration über die Vorwürfe, die der Vorfall mit sich gebracht habe: Rassismus, Vorurteile, Mobbing und sonstiges belästigendes Verhalten werde "auf diesem Campus nicht toleriert".

tim

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