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Zuhören, teilen, streiten: Sieben Liebesbeweise an den Partner, die auch Wissenschaftler begeistern

Männer wollen Sex, Frauen einen Blumenstrauß als Liebesbeweis? Vielleicht. Doch laut Wissenschaft gibt es auch andere wirkungsvolle Wege, dem Partner seine Liebe zu zeigen - und eine glückliche Beziehung zu führen.   

Sieben Liebesbeweise an den Partner, die auch die Wissenschaft begeistern

Ein kleiner, aber wirkungsvoller Liebesbeweis an den Partner: miteinander teilen.

1. (Wirklich) Gut zuhören

Klar, Zuhören ist das eine. Aber schenkt der eigene Partner den Worten auch wirklich Aufmerksamkeit, geht er auf sie ein? Wenn er bedingungslos an ihren/seinen Lippen hängt und sich auf das Gespräch einlässt - auch oder vor allem bei ungemütlichen Themen wie etwa Stress im Job - besteht daran kein Zweifel. "Zuhören ist Ausdruck von Respekt gegenüber dem Partner", sagt etwa die Psychotherapeutin Dr. Doris Wolf. Und ein weiterer Vorteil für den guten Zuhörer: So schlagen auch vielleicht unbewusst geäußerte Wünsche zum Geburtstag oder zu Weihnachten einen Haken im Gedächtnis - und die Überraschung beim Partner ist noch größer.

2. Erfolg als Gemeinschaftssache betrachten

Ob beruflicher oder privater Erfolg - wer die Triumphe seines Partners wie die eigenen feiert, ist eindeutig ein Teamplayer. Und kein Konkurrent in den eigenen Reihen, der vor allem auf sein eigenes Glück erpicht ist. Ein Forschungsteam um Shelly Gable hat diesen wichtigen Umstand laut "Huffington Post" bereits 2006 ausgemacht weist im "Journal of Personality and Social Psychology" darauf hin. Überhaupt: Selbstlosigkeit ist (sogar sexuell) attraktiv, wie eine britische Studie herausgefunden hat. 

3. "Ich denke an dich"

Ein selbst gekochtes Essen, ein "Ich liebe dich" per Whatsapp oder - ganz klassisch - ein Blumenstrauß: allesamt kleine Aufmerksamkeiten, die allerdings großen Eindruck hinterlassen. Vermitteln sie doch ein und dieselbe Botschaft: "Ich denke an dich." Oder, wie es der Paarberater und Buchautor Michael Mary gegenüber der "Welt" ausdrückt: "Oft sind es liebevolle Gesten oder Bestätigungen, die viel über die Liebe aussagen."

4. Sex? Kein Stress!

Wie viel Sex ist "normal" in einer Beziehung? Und wie viel Sex sollte man in einer Partnerschaft haben? Das beruhigende Ergebnis: Paare, die häufiger miteinander schlafen, sind nicht glücklicher als andere Paare. Das haben Psychologen der York Universität in Kanada herausgefunden, worüber die "Welt" berichtet. Tatsächlich sei aber einmal Sex pro Woche für Menschen in einer Beziehung optimal für ein glückliches Leben, so ein weiteres Ergebnis der Studie. Doch auch hier gilt: Die Kommunikation mit dem Partner ist wichtig. Denn, wie Sex-Expertin Dr. Bat Sheva Marcus sagt, ist es im Grunde egal, wie oft es zärtlich zwischen den Partnern wird - Hauptsache, beide Partner sind gleichermaßen zufrieden. Es gilt das Motto: Sex? Kein Stress!

5. Liebe auch die Nächsten

Es ist kein Muss, dass Paare einen gemeinsamen Freundeskreis haben oder der Partner sich mit der dazugekommenen Familie blendend versteht - und mit dieser auch noch ständig abhängt. "Dieses mangelnde Interesse darf man nicht mit mangelndem Interesse an dem Partner gleichsetzen", warnt Paarberater Jörg Wesner gegenüber der "Aachener Zeitung". Es sei sogar "stabilisierend" für eine Beziehung, jeweils eigene Freunde zu haben.

Doch: Völlig egal sollten einem die Liebsten des Partners auch nicht sein. Handelt es sich doch um die Menschen, mit denen er sich gern umgibt. Außerdem lässt es sich durchaus als Vertrauensbeweis verstehen, wenn der Partner auch Geschichten aus dem Leben seiner Liebsten teilt. Das ist im Zweifel sogar eine versteckte Einladung, nach dem Motto: "Deine Meinung ist mir wichtig." Diese dürfen Mann und Frau ruhig annehmen.

6. Sharing is caring

Der Partner schielt bereits neidisch auf den Nachtisch im Restaurant, traut sich aber nichts zu sagen? Einfach die Initiative, beziehungsweise einen zweiten Löffel ergreifen! Wer teilt, macht allein psychologisch deutlich: Meins ist auch deins - ein schöner Liebesbeweis, neben anderen attraktiven Eigenschaften wie Großzügig- und Gewissenhaftigkeit, wie etwa das Wissenschaftsmagazin "Spektrum" berichtet.

7. Streiten als Liebesbeweis

Ja, streiten ist gesund - zu diesem Schluss kommen zahlreiche Studien. In einer Beziehung muss man sich auch aneinander reiben, anderer Meinung sein können. Denn Konflikte, solange sie konstruktiv sind, stärken zwischenmenschliche Beziehungen. Das besagt unter anderem eine Studie der Florida State University, auf die sich die "NY Daily News" beruft. Darüber hinaus kann Streiten bei ungemütlichen Themen zum ohnehin überfälligen Meinungsaustausch führen. Gute Kommunikation ist schließlich die Grundlage für eine langfristig, gelingende Beziehung. 

fs

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