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Aktion im Netz: Twitter-User "outen" nette Promis: Es gibt auch noch gute Stars!

Nach all den Hiobsbotschaften über Prominente, die andere belästigt und begrapscht haben sollen, wird es Zeit, auch mal die anständigen VIPs ins Rampenlicht zu rücken – dachte sich ein Twitter-Nutzer. Er startete einen bemerkenswerten Aufruf.

Von Wiebke Tomescheit

Comedian Sarah Silverman gilt als nette Prominente

Komikerin Sarah Silverman (beim Dreh für ihre neue US-Show) spendierte einem bankrotten Fan mal Freikarten.

Gerade in den letzten Wochen waren wir enttäuscht. Oft. Von der Menschheit im Allgemeinen und von vielen unserer Stars und Vorbilder im Besonderen. Von bis hin zu Louis CK ist unsere Achtung für Prominente verloren gegangen – durch deren eigene, nicht entschuldbare Taten.

Das ist schlimm und schade. Für den -Nutzer @bakkooonn –  US-Fotograf Oliver Leach – Grund genug für einen Aufruf: Er fragte die Netzgemeinde nach positiven Erlebnissen und schönen Begegnungen mit Prominenten. Um zu zeigen, dass es auch noch Stars gibt, die tolle Künstler und gleichzeitig gute Menschen sind. Das eine schließt das andere nicht aus.

Die Antworten, die er bekam, waren überwältigend. Selbst Hollywood-Insider wie Schauspielerin Mara Wilson ("Matilda") meldeten sich mit positiven Erinnerungen an Kollegen zu Wort. Ganz normale Menschen berichten, wie Komikerin Sarah Silverman ihnen Gästelistenplätze für ihre Show organisierte, weil das Geld nicht für Tickets reichte. Davon, wer einem ein Lächeln, ein Autogramm oder einen guten Rat schenkte. Wer sich im Alltag höflich und anständig benahm, trotz Promi-Status.

Jetzt wissen wir, dass Michael Keaton am Filmset mit den Statisten Frisbee spielt und gerne auch noch mal seine alten "Batman"-DVDs signiert. Dass Model-Legende Janice Dickinson auch auf der Straße ein schönes Lächeln erkennt. Und dass Rock- und Filmstar Jack Black ("School Of Rock") sich nicht zu schade ist, einem liebeskranken Teenager ein paar weise Ratschläge mit auf den Weg zu geben.

Und dass Mike Myers nicht nur in "Austin Powers" einen englischen Geheimagenten parodiert, sondern auch die englische Sitte übernommen hat, sich für alles zu entschuldigen – selbst, wenn ihm jemand versehentlich eine Tür vor die Stirn haut.

Die Twitter-Aktion bekam viel Lob, weil sie uns gezeigt hat, dass nicht die ganze Welt schlecht ist. Auch nicht all die Menschen, zu denen wir aufsehen. Es gibt Prominente, die nicht nur in ihrem Fachgebiet tolle Dinge geleistet haben, sondern auch nicht vergessen haben, wie man anderen ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

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