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"#tuwas" am G20-Gipfel: Wie eine G20-Aktion das Smartphone von Donald Trump erobern will

Mit der Aktion "#tuwas" will der gemeinnützige Verein "Clubkinder" im Rahmen des G20-Gipfels ein Zeichen setzen - und Staats- und Regierungschefs wie Trump via Twitter an ihre Verantwortung erinnern.

Wie eine G20-Aktion das Smartphone von Donald Trump erobern will

"Wir wollen das Smartphone von Donald Trump erreichen", so "Clubkinder"-Vereinsvorsitzender Jannes Vahl (Foto).

Das Ziel, das sich die "Clubkinder" aus Hamburg gesteckt haben, ist ambitioniert. "Wir wollen das Smartphone von Donald Trump erreichen", sagt Jannes Vahl, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins, dem stern. Wie? Über - bekanntlich eines der bevorzugten Medien des US-Präsidenten.

Name und Botschaft der Aktion: "#tuwas". Das Motto: "If they can't hear us, we tweet a little louder!" Der Clou: Hinter der Kampagne steht eine hochkarätige Partner-Allianz - und eine ausgeklügelte Social-Media-Strategie.

Jedes Bild ist eine Botschaft

Gemeinsam mit der Drogeriemarktkette Budnikowsky, dem sozialen Netzwerk Twitter selbst und der Hilfsorganisation Global Citizen wolle man "Aktionismus auf die Straße bringen, ohne dabei Steine zu werfen", so Vahl. Und das geht so: In unmittelbarer Nähe der Barclaycard Arena in Hamburg, wo Künstler wie Coldplay und Herbert Grönemeyer am Donnerstagabend im Rahmen des "Global Citizen Festival" eine musikalische Botschaft an Staats- und Regierungschefs des G20-Gipfels senden wollen, bauen die "Clubkinder" selbstgebaute Tore (s. Foto unten) auf. Jeder Torborgen ziert je eines von insgesamt 17 Nachhaltigkeitszielen der UN, etwa "#ZeroHunger" oder "#NoPoverty". Wer durch eines der Tore geht, wird mit einer der Botschaften fotografiert. Anschließend wird das Bild via Twitter teilweise gezielt an ausgewählte, teilweise zufällig an alle Staats- und Regierungsschefs der G20 geschickt.

Jedes Bild der G20-Aktion ist eine Botschaft

Insgesamt 30 ehrenamtliche "clubkinder" werden bei der G20-Aktion vor Ort und behilflich sein.


Fünf Tore, sprich, fünf Botschaften sollen in der Nähe der Barclaycard Arena aufgebaut werden. Die restlichen Global-Goals-Botschaften sammeln die insgesamt 30 ehrenamtlichen "Clubkinder"-Helfer sozusagen manuell - via Tablet und Smartphone - bei den potenziellen Mitstreitern ein und teilen sie bei Twitter.

Insgesamt befinden sich laut Vahl rund 190 Twitter-Accounts im virtuellen Adressbuch. Darunter auch Regierungssprecher und andere Entscheider. Durch die attraktive Lage an der Barclaycard-Arena rechnet der gemeinnützige Verein mit Tweets im fünfstelligen Bereich. Die Tore wie auch die ehrenamtlichen Helfer positionieren sich in der Nähe der Shuttle-Busse und erklären die Aktion. "Es soll ein Zusammenschluss aus schönen Bildern, einer wichtigen Botschaft und einem tollen Konzert werden", fasst Vahl zusammen.

#tuwas: "Dein Statement an die G20"

Das Motto ist klar: "Dein Schritt zum Tweet. Dein Statement an die G20"


Eine "Tweetwave", keine G20-Demo

"Global Citizen setzt sich weltweit für ein Ende extremer Armut und für die Umsetzung der Nachhaltigkeitsziele der UN ein", erklären die "Clubkinder". "Zur aktuellen Kampagne wollen wir die -Politiker daran erinnern, diese Verpflichtungen auch ernst zu nehmen. Und deswegen wollen wir auch mit dieser Aktion mehr Menschen mobilisieren, um auf diese Ziele hinzuweisen."

Daher wolle man die Aktion auch nicht als Demo verstanden wissen, sondern als "Tweetwave", also eine Welle an Tweets, die Aufmerksamkeit erzeugt. Und im besten Fall auch das Smartphone von Donald Trump erreicht.

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