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NEON-Studie "Generation 2017": Wovor sich junge Erwachsene fürchten - und wie sich ihre Ängste verändert haben

Arbeitslosigkeit, Armut oder Krankheit? Wovor fürchten sich Menschen zwischen 18 und 35 Jahren am meisten? NEON ist dieser Frage nachgegangen und hat herausgefunden: Die Ängste unterscheiden sich deutlich zu vor zwölf Jahren.

Die NEON-Studie "Generation 2017" hat sich mit den größten Ängsten der Menschen zwischen 18 und 35 Jahren beschäftigt - und das nicht zum ersten Mal. Bereits 2005 und 2014 ist NEON diesem Themenkomplex nachgegangen. Fazit: Die Ängste der jungen Erwachsenen haben sich im Verlaufe der vergangenen zwölf Jahre deutlich verändert. 2005 hatte die Mehrheit noch am meisten Angst vor Arbeitslosigkeit, heute dominiert die Angst vor Krieg mit 55 Prozent. Danach folgt Kriminalität - etwas weniger als jeder Zweite gab das an. 43 respektive 44 Prozent fürchten Armut und Krankheit und lediglich jeder Dritte nennt Arbeitslosigkeit als Angst.

Rund 32 Prozent fürchten sich insgesamt vor Überfremdung. In der Flüchtlingsdebatte spalten wir uns beinahe mittig: Die eine Hälfte hat Angst vor Zuwanderung, die andere vor zunehmendem Fremdenhass.

Deutschland in einem Wort: Ängstlich

Auf die Frage, mit welchem Wort man die Stimmung in Deutschland aktuell beschreiben würde, antwortet mehr als jeder Vierte: ängstlich. 2014 lag dieser Wert lediglich bei sechs Prozent. In dem Ranking von 2017 folgen pessimistisch (21 Prozent), optimistisch (14) und resigniert (13).

Auf die Frage nach der persönlichen Sicherheit steigt der Wert der Befragten, je kleiner das Umfeld wird. In Deutschland insgesamt fühlen sich 45 Prozent sicher, in der eigenen Stadt 62 und im eigenen Viertel fast 70 Prozent. Nahezu jeder Zweite hat Angst, Opfer eines Terroranschlages zu werden. Bei den Männern ist es etwa jeder Dritte, bei den Frauen mehr als die Hälfte. Knapp ein Drittel derjenigen, die Angst vor Terror haben, ändern deswegen ihren Alltag. 75 Prozent davon meiden Großveranstaltungen, rund jeder Dritte bleibt häufiger gleich ganz zu Hause. Die Sicherung des Friedens gaben 43 Prozent als wichtigstes Ziel der Politik an, bei der NEON-Umfrage 2005 kam dies nicht einmal jedem Zehnten in den Sinn. Vor der Politik von US-Präsident Donald Trump haben von den Befragten insgesamt 69 Prozent Angst. 48 Prozent davon sogar "sehr". 

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