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Viraler Hit: Tiefenentspannte Golfer spielen weiter - obwohl hinter ihnen ein Buschbrand wütet

Man muss sich auch nicht immer gleich verrückt machen lassen, haben sich drei Golfer im US-Bundesstaat Oregon wohl gedacht. Ein Foto ihres gelassenen Golfspiels ging in kürzester Zeit viral.

Wenn man gerade im Flow ist, sollte man einfach weiterspielen, haben sich drei Golfer im US-Bundesstaat Oregon offenbar gedacht und spielten tiefenentspannt ihre Runde zu Ende - obwohl ganz in der Nähe ein ausgewachsenes Wildfeuer sein Unwesen trieb. Vergangene Woche teilte Autor und TV-Produzent David Simons ein Foto davon auf Twitter - und das ging in kürzester Zeit viral.


Darauf zu sehen sind die drei Männer, die seelenruhig putten, während im Hintergrund ein riesiger lodert. Um sie herum verstreut liegt bereits Asche. Der Post wurde rund 115.000-mal geretweetet, darunter sammelten sich tausende Kommentare an und rund 230.000 Menschen klickten auf "Gefällt mir". "In der Ruhmeshalle der visuellen Metaphern für Amerika heute ist das hier der 'money shot'", schrieb Simons dazu. In den Kommentaren findet sich die übliche Bandbreite: Während manche abfeiern, wie lässig es sei, einfach weiterzuspielen, finden andere das völlig verantwortungslos.

Das Foto ist kein Fake

Viele Nutzer meldeten auch Zweifel an der Authentizität des Fotos an. Niemand sei so wahnsinnig, direkt vor einem Waldbrand seelenruhig am Handicap zu arbeiten, so der Tenor. Doch "The Oregon" fand die Urheberin des Bildes und sprach mit ihr. Die Amateurfotografin bestätigte der Zeitung, dass es sich um ein echtes Foto handelte und sich die Szenerie so zugetragen habe. Allerdings gab sie zu, es ein wenig aufgehellt zu haben. Für die Echtheit spricht auch: Der "Beacon Rock Golf Course", auf dem sich das Schauspiel zugetragen hatte, teilte das Bild und weitere Fotos des Feuers nahe des Golfplatzes auf seiner Facebookseite und schrieb dazu: "Unsere Golfer wollen unbedingt noch die Runde beenden."

"The " sprach zudem auch mit einem der abgebildeten Spieler, der dem Blatt mitteilte: "Als wir angefangen haben, war das Feuer ungefähr so groß wie ein Supermarkt. Als wir mit Loch zwei durchfahren, war es dann nur noch verrückt." Auf Teilen des Golfplatzes habe es große Mengen Asche geregnet.

Dennoch scheint die Gefahr auf dem Bild deutlich größer, als sie tatsächlich war. Das zumindest behauptet der Manager des Golf-Klubs gegenüber CNN. Die Perspektive auf dem Foto verzerre etwas. Das Feuer sei deutlich weiter hinten, als es zunächst wirke. "Der Brand war eineinhalb Meilen weg", sagte er. Und obendrein trenne der Colorado River das brennende Gebiet vom Golfplatz. Es habe also auch schlicht keinen Grund zur Panik gegeben.

Na dann muss man ja fast die Runde noch zu Ende spielen...

fin

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