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#WokeCharlotte: Diese Memes zeigen, wie problematisch "Sex and the City" war

Manche Serien altern schlecht: "Sex and the City" war bahnbrechend, klug und lustig - aber aus heutiger Sicht auch ziemlich problematisch. Auf witzige Art und Weise zeigen Memes auf Instagram, wo die Serie im Rückblick weh tut.


Charlotte York rettet die Ehre von "Sex and the City" - zumindest auf Instagram: Unter dem Hashtag #WokeCharlotte haben Fans der Serie Memes kreiert, die auf problematische Stellen in der Kult-Show der 90er hinweisen. Denn wer gerade auf Netflix die alten Staffeln noch einmal guckt merkt schnell: "Sex and the City" war zwar witziges und klug gemachtes Fernsehen, aber manches wirkt aus heutiger Sicht problematisch.

Wie unrealistisch ist es bitte, dass fast alle Protagonisten in einer Großstadt wie New York weiße Haut haben? Und dass die vier Freundinnen alle reich und extrem privilegiert sind, war auch keiner merklich bewusst. Im Gegenteil: Carrie Bradshaw war so elitär, dass sie noch nicht einmal U-Bahn fahren wollte. Das sind alles Dinge, die der Serie heute in den sozialen Netzwerken deutlich um die Ohren fliegen würden.

"Sex and the City" bekommt mit #WokeCharlotte eine Stimme der Vernunft

Mit #WokeCharlotte (deutsch etwa: "Charlotte hat's gecheckt") zeigt der Instagram-Account "Every Outfit on SATC" jetzt, wie es sein könnte, wenn die Show mit Charlotte eine Stimme der Vernunft gehabt hätte. Immer wenn jemand etwas Rassistisches, Elitäres oder besonders Unsensibles sagt, klärt Charlotte in den Memes die Sache auf. Etwa wenn ihre Schwiegermutter Bunny abfällig über Asiaten spricht. Oder wenn ausgerechnet Carrie sich über Bisexuelle lustig macht: "Ich weiß gar nicht, ob es Bisexualität überhaupt gibt. Das ist doch nur ein Stopp bevor man Homo wird", sagt sie in der dritten Staffel. "Bisexualität ist eine echte sexuelle Orientierung. Es ist keine 'Phase' und du als Sex-Kolumnistin hast die Verantwortung, dich über diese Dinge zu informieren", schießt die Instagram-Charlotte zurück.


Oder Charlotte rettet sich selbst aus unangenehmen Situationen, etwa, wenn ein Sex-Partner sie ungefragt im Bett wüst beschimpft. "Es braucht Vertrauen und Kommunikation, bevor man während dem Sex frauenfeindliche und eventuell triggernde Dinge sagt. Außerdem steh ich auf Märchenprinzessin-Rollenspiele und nicht auf sprachliche Erniedrigung." 

#WokeCharlotte hat übrigens auch einen prominenten Fan: Kristin Davis, die Schauspielerin, die Charlotte York spielt, hat die Memes bereits auf Twitter geteilt. Nur schade, dass es #WokeCharlotte in der Serie damals noch nicht gab.


sst