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Hausaufgabe löst Shitstorm aus: Skandal in USA: Kinder sollen drei gute Gründe für Sklaverei nennen

In den USA hat eine Hausaufgabe einer vierten Klasse für große Empörung im Netz gesorgt. Der Grund ist eine Frage, die wohl mehr als bedenklich ist. 

Ein Facebook aus den USA von einer Mutter

Dieser Post einer Mutter sorgte in den USA für Empörung 

Fallen euch auf Anhieb drei gute Gründe für Sklaverei ein? Wie bitte, gute Gründe FÜR Sklaverei?! Ja, ihr habt richtig gelesen. Diese Frage war Teil einer Hausaufgabe einer Privatschule im US-Bundesstaat Wisconsin.

Trameka Brown-Berrys Sohn, Jerome, geht in die vierte Klasse der "Our Redeemer Lutheran School" in Wauwatosa. Der Neunjährige sollte ein Referat vorbereiten und deshalb sowohl drei gute Grunde für Sklaverei als auch dagegen nennen. "Ich war schockiert. Ich konnte es nicht glauben", sagt Trameka Brown-Berry dem TV-Sender FOX 6. 

"Ich finde es gibt keine guten Gründe"

Ihr Sohn reagierte cool, schrieb auf der Pro-Seite nur: "Ich finde es gibt keine guten Gründe für Sklaverei, deshalb schreib ich hier auch nichts." Als seine Mutter die Aufgabe findet, fotografiert sie diese ab und postet sie auf ihrer Facebook-Seite. "Findet ihr das auch so beleidigend?", schreibt sie dazu.

Ihr Beitrag löst einen Shitstorm aus. Er wird fast viertausendmal geteilt und tausendfach kommentiert. Die Leute sind ebenso empört wie Brown-Berry selbst.

Und die Schule? Die reagiert sofort. Sie setzt sich mit Jeromes Mutter in Verbindung, um das Problem zu lösen. "Der Schulleiter ging sehr schnell auf meine Bedenken ein, entschuldigte sich sofort und stimmte allen meinen Schritten zu", verrät sie.

Mutter Brown-Berry hat bei der ganzen Sache etwas gelernt

Genauer gesagt, heißt das: Eine Entschuldigung an die Kinder, eine schriftliche Entschuldigung an alle Eltern der Schule und dass in Zukunft die Aufgaben von besonders sensiblen Themen zunächst einmal den Eltern zugeschickt werden. 

Damit kann Brown-Berry leben und vor allem hat sie bei der ganzen Geschichte auch noch etwas gelernt: "Der einzige Weg, unseren Kindern beizubringen, sich für ihre Rechte einzusetzen, ist doch, selbst ein Vorbild sein. Und das konnte ich vor allem dank der vielen Unterstützung im Netz", bedankt sie sich in einem weiteren Facebook-Post. Wie Recht sie doch hat.

+++ In den USA passieren so einige kuriose Dinge an Schulen, unter anderem wurde ein Lehrer wegen eines Kunstgemäldes entlassen. Mehr dazu hier: Dieses Bild zeigte ein Lehrer seinen Schülern – und wurde gefeuert +++

rpw
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