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Rich Kids: Instagram-Account verkauft Posts an Superreiche – wir haben mit einem Kunden gesprochen

Einfach mal Geld zum Fenster rauswerfen: Der Instagram-Kanal "Golden Price Tag" verkauft einen Platz in seiner Timeline. Kostenpunkt: Mindestens 1000 Dollar. Aber wer macht so etwas? 

Golden Price Tag

Um einen Platz in der Timeline dieses Instagram-Accounts zu bekommen musst du mindestens 1000 Dollar blechen

Was machst du, wenn du so viel Geld hast, dass du einfach nicht weißt, wohin damit? Ein Instagram-Account hat die Lösung: Wie wäre es damit, für 1000 Dollar eine Verlinkung auf einem nicht gerade erfolgreichen Kanal zu kaufen? "Golden Price Tag" heißt das absurde Phänomen. Der Account bietet reichen Kids an, für ein Minimum von 1000 Dollar einen Platz in seinem Feed zu ergattern.

Das Prinzip hinter "Golden Price Tag" ist einfach: Ihr sucht euch eines eurer Bilder aus (am besten eines, das euch mit teurem Getränk, Auto oder schicker Szenerie zeigt), wählt eure Bildunterschrift und den Preis, den ihr gewillt seid zu zahlen. Mindestens 1000 Dollar,  maximal aber 999.999 Dollar. Dafür gibt's dann einen Stempel auf euer Bild und einen Post mit Verlinkung zu euch. Der Clou für alle, die protzen wollen: Auf der dazugehörigen Webseite des Kanals lässt sich einsehen,  wie viel die Käufer investiert haben.

Noch hat der Kanal nur um die 4000 Follower und trotzdem haben bereits fünf Rich Kids dieses kuriose Angebot angenommen: Emmanuel, Katja, Victor, Leo und eine hübsche junge Frau, die  - wie es scheint - nicht einmal getaggt werden wollte für ihre Ausgaben. Unter den Bildern stehen Captions wie: "Dark clouds but a bright future", "A cold champagne can’t wait" oder "Still less expensive than the champagne that day". Letzteres stammt übrigens von Victor Hochheiden, einem deutschen Unternehmer aus Berlin, wie aus seiner Instagram-Bio hervorgeht. NEON hat bei ihm nachgefragt: Warum macht man sowas? 

Seine Antwort fällt recht kurz aus: "Die Idee schien mir so absurd, dass ich mir im Endeffekt dachte: Warum nicht?" Victor hat mit einem Freund zusammen einen Verlag gegründet, der sich auf Bücher über Spirituosen spezialisieren will. Erhoffte er sich durch den Post Aufmerksamkeit für sein Unternehmen? Er habe sich auf jeden Fall Gedanken dazu gemacht, so seine vage Antwort. Für den Post auf "Golden Price Tag" zahlte er 1000 Dollar -  das Minimum. Mit stolzen 3000 Dollar hat bisher Emanuel am meisten für den Gag unter Superreichen gezahlt, auch er kommt übrigens aus Deutschland.

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A cold champagne can't wait @emmanuel.aug_

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Die Reaktionen unter den Bildern fallen bisher oft negativ aus. Eine Userin schreibt: "Was für eine Schande, so viel Geld für solch eine Eitelkeit auszugeben, wenn sie es auch einfach spenden könnten". Ein anderer findet: "Es spricht nicht gerade für deren Intelligenz, wenn sie 1000 Dollar bezahlen, nur um mit einem Bild gefeatured zu werden."

Es scheint fast so, als seien bisher die Macher hinter "Golden Price Tag" die Gewinner: Sie haben mit ihrer Idee immerhin schon 8500 Dollar eingenommen.

Quelle: Instagram

ivy
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