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Interview

Internationaler Tag der Menschenrechte: Alles gut zum Geburtstag!? Warum du über deine Menschenrechte nachdenken solltest

Seit über 70 Jahren gibt es die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. NEON hat nachgefragt, warum das nicht nur erfreulich, sondern auch für dich immer noch wichtig ist.

Frau mit Geschenk

Am 10. Dezember ist der Internationale Tag der Menschenrechte (Symbolbild)

Getty Images

Dieser Artikel erschien erstmals am 10. Dezember 2018 zum 70-jährigen Jubiläum der der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Am Internationalen Tag der Menschenrechte spielen wir ihn heute noch einmal.

Freiheit, Gleichheit, Verbot von Diskriminierung, Schutz der Privatsphäre – kennst du eigentlich deine (Menschen-)Rechte? "Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren", so steht es in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte (kurz AEMR), die die Vereinten Nationen am 10. Dezember 1948 verabschiedet haben. Nur wenige Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges einigten sich die damals 56 Staaten auf 30 Artikel zum Schutz aller Bürger. Seitdem ist dieser Tag der "Internationaler Tag der Menschenrechte". Auch wenn die UN-Menschenrechtscharta nur eine Empfehlung ist, wurde sie zum Vorbild für viele rechtsverbindliche Dokumente, wie die Genfer Flüchtlingskonvention.

Die AEMR sind die Arbeitsgrundlage vieler Non-Profit Organisationen (NGOs), die sich dem Schutz dieser Rechte verschrieben haben – zum Beispiel "Amnesty International". Aber was haben diese alten Rechte eigentlich mit uns zu tun? Lea Fried war drei Jahre Sprecherin der Amnesty-Jugend und erzählt im NEON-Interview, warum das Thema aktueller ist denn je.

Lea, du bist 19 Jahre alt. Die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte gibt es seit über 70 Jahren, also schon ein ganzes Stück länger. Was hat deine und meine Generation mit den Menschenrechten zu tun? 
Menschenrechte sind für alle Menschen gültig und damit gelten sie auch für dich. Genau deshalb sind sie auch so wichtig: Von unserer Geburt an stehen jedem diese Rechte zu. Vollkommen unabhängig davon, woher man kommt und was man macht. In Deutschland nehmen wir unsere Rechte oft gar nicht mehr so deutlich wahr, weil sie normal zu seien scheinen. Das beste Beispiel ist aber unser Grundgesetz: Artikel wie die Würde des Menschen, die Meinungsfreiheit und die Religionsfreiheit beruhen auf den Menschenrechten.
 

Warum ist es wichtig, an die Menschenrechte zu erinnern?
Seit Einführung der Menschenrechte hat sich auf der Welt viel verändert. Daher ist es wichtig, sich auf das zu besinnen, was man beschlossen hat und die Menschenrechte im heutigen Kontext zu betrachten. Wir denken oft, dass in Deutschland alles sehr gut läuft. Und das stimmt sicher, im Vergleich zu vielen anderen Ländern. Aber auch wir müssen auf unsere Menschenrechte achten. Zum Beispiel beim Thema Privatsphäre: Man möchte ja auch nicht, dass sein Sitznachbar einem über die Schulter schaut, wenn man eine Nachricht bei WhatsApp schreibt. Aber genau das machen viele große Konzerne und Firmen oder sogar der Staat. Ein Beispiel ist das Polizeigesetz in Bayern, welches der Polizei ermöglicht, Telefonate ohne konkreten Verdacht abzuhören.

Wie ist es denn generell um die Menschenrechte bestellt?
Die Menschenrechte haben einen großen Stellenwert in vielen Ländern. Aber gerade in den letzten Jahren hat sich dies im Zuge der Globalisierung verändert. Es sind viele neue Aspekte hinzugekommen, die vor 70 Jahren noch gar keine Rolle gespielt haben, wie zum Beispiel die Digitalisierung. Heutzutage werden die Menschenrechte immer wieder angegriffen und in Frage gestellt: Zum Beispiel nach den Anschlägen am 11. September. Damals wurde im US-amerikanischen Gefängnis Guantanamo wieder Folter eingesetzt, um Informationen zu den Anschlägen von Verdächtigen zu bekommen. In der Türkei wurden nach dem vermeintlichen Putschversuch Menschen verhaftet, weil sie ihre Meinungsfreiheit in Anspruch nehmen wollten.

Was kann ich konkret tun, um meine Menschenrechte einzufordern?
Das Wichtigste, um seine Rechte einzufordern ist, seine Rechte zu kennen und sich damit zu beschäftigen. Was sind die 30 Artikel und warum wurden sie aufgestellt? Dann merkt man auch, wenn die eigenen Rechte verletzt werden und kann sich dagegen stark machen. In Deutschland können wir bei Ungerechtigkeiten vor Gericht ziehen und klagen. In anderen Ländern ist das nicht so leicht. Dafür gibt es dann den Internationalen Menschengerichtshof.

Und wie kann ich die Menschenrechte von anderen schützen?
Man kann sich zum Beispiel durch Petitionen oder Öffentlichkeitsarbeit für andere Menschen und ihre Rechte einsetzen. Wichtig ist auch hier, auf die Menschenrechte aufmerksam zu machen und darauf, dass sie in vielen Ländern immer noch verletzt werden.

Die Menschenrechte sind quasi die Arbeitsgrundlage für "Amnesty International". Wie sieht eure Arbeit damit konkret aus?
Amnesty International macht ganz viel Recherche- und Öffentlichkeitsarbeit. In den unterschiedlichen Ländern schauen sich sogenannte Researcher die Lage der Menschen an und berichten darüber. Diese Ergebnisse werden dann einmal jährlich im Amnesty-Report veröffentlicht. Zudem setzten wir uns für konkrete Fälle ein, wenn Menschen von Verletzungen ihrer Rechte betroffen sind und üben damit Druck auf die Regierungen aus.

Wie sollte es denn für die Menschenrechte weitergehen?
Was ich mir wünschen würde ist, dass ganz viele Staaten sich noch wesentlich mehr auf ihre Verantwortung besinnen und die Menschenrechte in ihren Gesetzen verankern. Ganz wichtig ist außerdem, dass die Menschen selbst sich ihrer Rechte bewusst werden und sehen, dass sie eben nicht abstrakt sind. Besonders in der Bildung steckt dabei noch viel Potential: Schon in der Schule sollte viel mehr über Menschenrechte gesprochen werden.

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.