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Neunziger-Nostalgie: Warum die 90er-Jahre "Zu geil für diese Welt" sind

"Zu geil für diese Welt" hieß in den 90ern ein Hit der Fantastischen Vier. So heißt nun auch ein neues Buch über das letzte Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts. Die 1990er-Nostalgie scheint noch ein bisschen angesagt zu bleiben.

Eine 90er-Kassette

Die Neunzigerjahre sind für viele das beste Jahrzehnt aller Zeiten. Nun erscheint sogar ein Buch mit dem Titel "Zu geil für diese Welt".

Getty Images

Nostalgie geht immer. Was bis vor einigen Jahren noch die 80er waren, scheinen nun die 90er: Sie sind das gute Jahrzehnt vor der aufregenden Gegenwart. Die Dekade, in der das Internet noch in den Anfängen steckte und nicht so nervös machte. 90er-Nostalgie scheint im Trend zu liegen, wie nicht zuletzt auch das kürzlich angekündigte Spice-Girls-Comeback zeigt.

In einem neuen Buch analysiert der Autor Joachim Hentschel das Jahrzehnt zwischen Raves und Aktienboom – Titel: "Zu geil für diese Welt", wie der 25 Jahre alte Hit von den Fantastischen Vier. Die 90er waren demnach ein "Scharnier zwischen zwei Zeitaltern". Die Menschen der 90er "waren im TV live dabei, als Sarajevo beschossen und Helmut Kohl abgewählt wurde". Die Kapitel heißen "In Berlin ist alles möglich: Die Stadt wird zum Abenteuerspielplatz" oder auch "Mayday, Mayday: Techno wird Overground".

Damals, als die Rente noch sicher war

Cover Joachim Hentschel

Joachim Hentschel: "Zu geil für diese Welt / Die 90er – Euphorie und Drama eines Jahrzehnts" (Piper)

In Berlin läuft übrigens noch bis Februar eine Multimedia-Schau namens "Nineties.Berlin" über die wilden 90er der deutschen Hauptstadt. Bereits letztes Jahr kam das Buch "Wir Kinder der Neunziger: Alles, was wir damals liebten (und was uns heute peinlich ist)" heraus. Ins Nostalgie-Regal – auch wenn es sich zur anderen Hälfte natürlich mit den 80ern befasst – passt außerdem das im Februar erschienene Buch "Generation Kohl - Als die Rente noch sicher, der Weltspartag noch wichtig und unsere größte Sorge das Waldsterben war".

In "Zu geil für diese Welt" gehört Hentschel zu denjenigen, die die These vertreten, dass die 90er fast zwölf Jahre dauerten und zwischen den (englisch geschriebenen) Daten 11/9 und 9/11 lagen. Gemeint sind der 9.11.1989 und der 11.9.2001. Markiert werde das Jahrzehnt also jeweils von der Zerstörung symbolischer Bauwerke: vom Fall der Berliner Mauer und dem Einsturz der Zwillingstürme des World Trade Centers in New York nach den Terrorattacken vom 11. September.

Themen in diesem Artikel
Kindesunterhalt für volljähriges Kind ohne Zielstrebigkeit
Mein Kind ist 19 Jahre alt und lebt im Haushalt der Mutter. Es hat im Juli 2017 seine Schule nach der 10. Klasse dann mit Hauptschulabschluss verlassen. Danach wollte es auf einer Berfsfachschule Einzelhandel seinen Realschulabschluss nachholen (2 Jahre). Es besuchte die Schule im ersten Halbjahr nicht wirklich regelmäßig und im zweiten Halbjahr dann so gut wie gar nicht mehr. (zum Ende hin, ist es gar nicht mehr zur Schule gegangen) Das notwendige zweite Jahr ging es dann gar nicht mehr an. Stattdessen hat es sich für ein freiwilliges Soziales Jahr beworben und geht hier mehr oder weniger regelmäßig hin. Nun möchte es das FSJ abbrechen und wieder seinen Realschulabschluss nachholen. Dies soll in Vollzeit an der Volkshochschule geschehen. Zwischendurch ist immer wieder die Rede von verschiedenen Ausbildungen. Ein wirkliches Konzept, oder Interesse ist aber auch hier nicht erkennbar. Mal kommt es mit dem Berufswunsch Tierarzthelfer/In, mal mit Immobilienkaufmann/-Frau, oder Ähnlichem. Informationen über freie Stellen, oder Inhalte des Berufs und der Ausbildung können nicht genannt werden. Bei laufenden Bewerbungen am Ball zu bleiben liegt ihm auch nicht wirklich. Hab die Bewerbung ja hingeschickt, damit soll es dann auch gut sein. Langsam drängt sich mir der Verdacht auf, es sucht sich den bequemsten Weg heraus und verlässt sich auf meine nicht unerheblichen Unterhaltszahlungen. Frei nach dem Motto: Was soll ich mich kümmern, Väterchen muss ja zahlen, solange ich Schule oder Ausbildung mache. Um meinem Kind Anreize zu geben, endlich Zielstrebigkeit zu entwickeln, habe ich schon über die Kürzung bzw. Einstellung des Unterhals nachgedacht. Wie verhält sich das rechtlich, bzw. was kann ich tun?