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Good News für die Zukunft: In nur fünf Jahren: Wie die Jugend Europa verändert hat - und warum das Mut macht

Vor der Europawahl im Mai sind die Aktivisten Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer durch Europa gereist und haben festgestellt: Die EU ist nicht in der Sinnkrise. Stattdessen krempelt die Jugend gerade alles um. Drei Botschaften, die Mut machen.

Ein Gastbeitrag von Vincent-Immanuel Herr und Martin Speer

Frau mit Karte

Wie steht es um Europa? Gar nicht so schlecht, wie alle immer behaupten, sagen unsere Autoren.

Getty Images

Als wir beide 2014 per Interrail in 14 Ländern unterwegs waren, ist uns eine Generation in der Sinnkrise begegnet. Von Arbeits- und Perspektivlosigkeit geplagt, oft ohne Selbstbewusstsein und – besonders erheblich: mit fehlendem Wissen der politischen Partizipation. Die junge Generation war nicht apathisch, aber doch etwas verloren. Als wir vor ein paar Monaten, im Frühjahr 2019 wieder unterwegs waren, von Finnland bis Italien, von Polen bis Portugal, spürten wir schnell eine Veränderung. Wo vorher Frustration herrschte, sahen wir nun Einsatzbereitschaft.

Wo einst Sorge um die eigene Zukunft dominierte, begegnete uns diesmal ein Selbstverständnis für Demokratie, Klima und Gerechtigkeit auf die Straße zu gehen. Kurzum: Europa hat sich politisiert. Vielleicht ist dieser Trend das Ergebnis von Trump, Brexit und Erdogan. Vielleicht ist es aber auch die tiefere Einsicht, dass Europa mit all seinen Freiheiten keine Selbstverständlichkeit mehr ist. Ganz sicher aber ist es der Wunsch, Zukunft mitzugestalten und Intoleranz und Ungerechtigkeiten nicht länger hinzunehmen.

Europa ist längst cool

Und auch die Europawahl hat bewiesen: Die EU ist längst kein Ladenhüter mehr. Im Gegenteil. Zum ersten Mal seit den ersten Wahlen zum Parlament 1979 stieg die Wahlbeteiligung im Vergleich zur vorangegangenen Wahl wieder  – und zwar gleich ganz ordentlich (von knapp 43 auf 51 Prozent EU-weit. In Deutschland sogar von 48 auf fast 62 Prozent). Es hat sich was getan im Politikinteresse auf unserem Kontinent und das ist auch gut so. Wie ein langsam heranbrechender neuer Tag, so zeigen sich auch in Europa erste konkrete Anzeichen eines neuen europäischen Selbstverständnisses. Ganz vorne mit dabei: junge Menschen.

Europa arbeitet sich raus aus seiner Zukunfts-Depression. Und auch wenn viele Medien am liebsten auf die schlechten Nachrichten des Tages schauen, so lohnt sich ein Blick darüber hinaus. Denn es gibt unzählige großartige Beispiele, die uns Hoffnung machen können. Hier sind drei europäische Mutbotschaften:

1. Frauen sind die Zukunft

Dass es uns allen besser geht, wenn es Frauen besser geht – das liegt eigentlich schon lange auf der Hand. Fehlende Gleichberechtigung bremst Europa aus. Umso besser, dass die Frauen Europas es sich anscheinend zur Aufgabe gemacht haben, den Kontinent zu retten. Auf unserer Reise begegneten wir überdurchschnittlichen vielen engagierten (jungen) Frauen, die (oft im Ehrenamt) Einsatz für Demokratie, Austausch und Klimaschutz zeigten. Da ist die Aktivistin und Sängern Madeleina Kay aus Großbritannien, die ihr Studium an den Nagel gehängt hat, um in Vollzeit für einen Verbleib ihres Landes in der EU zu kämpfen. Kristina Lunz aus Deutschland, die sich als Vordenkerin für feministische Außenpolitik einsetzt. Florentine Hopmeier aus Österreich, die mit Mut und Ideen die europäische Kommission in Brüssel mit voranbringt. Ganz nebenbei sei bemerkt: Frauen wählten im Mai auch häufiger pro-europäisch als die Männer und machen 58 Prozent der Studierenden in der EU aus. Diese Aussichten machen Hoffnung. 

2. Europa kann zur Mitmachdemokratie werden

Europa braucht ein Partizipationsupdate. Nach wie vor werden viele Institutionen als weit weg von den Menschen wahrgenommen. Das stimmt nicht immer, aber doch noch viel zu häufig. Wege, diese Kluft zu schließen, könnten neue Formate der Beteiligung sein. Zum Glück mangelt es im Europa der letzten Jahren nicht an Ideen, wie das konkret zu machen sein könnte. In Portugal zum Beispiel können seit ein paar Jahren Bürger*innen mitentscheiden, für welche Projekte ein Teil des Staatsbudgets eingesetzt werden soll.  Die Abstimmung geht einfach per SMS oder auf dem Online-Portal. Dieser inklusive Bürgerhaushalt stößt auf breite Zustimmung. Auch in Irland denkt man partizipativ. Seit dem Jahr 2016 gibt es auf der Insel eine Citizens‘ Assembly – eine Gruppe die sich großteils auf zufällig ausgewählten Bürger*innen zusammensetzt – und das Parlament und die Regierung bei großen und wichtigen Themen berät und unterstützt.  Die zeitgemäße Liberalisierung des Abtreibungsrechtes ist beispielsweise auf deren Initiative zurückzuführen. Das Format macht Schule. Warum versuchen wir so etwas nicht auch auf europäischer Ebene?

3. Bewegungen verändern den Kontinent

Wer politisch sein will, muss dazu eigentlich gar nicht in einem Parlament sitzen. Zu lange haben wir die politische Verantwortung nur auf gewählte Vertreter*innen abgeschoben. Aber dass auch Menschen wie du und ich politisch etwas ins Rollen bringen können, wird immer häufiger bewiesen. Die Initiative "Pulse of Europe" entstand Ende 2016 als Idee eines Ehepaares in Frankfurt und hat Monate später zehntausende Menschen für Europa auf die Marktplätze gebracht. 2017 hat Katja Sinko mit der Hilfe von ein paar Bekannten die Europakampagne "European Movement" ins Leben gerufen und jungen Menschen einen Ort für Europabegeisterung gegeben. Im Sommer 2016 haben sich eine Französin, ein Italiener und ein Deutscher zusammengetan, um eine pro-europäische Partei zu gründen – ein idealistisches Unterfangen. Keine drei Jahre später hat die Partei Volt einen ersten Abgeordneten ins EU-Parlament geschickt.

Im Herbst 2018 hat die 15-jährige Schwedin Greta Thunberg einen Klimastreik begonnen. Heute ist daraus eine der größten Jugend- und Klimabewegungen der letzten Jahrzehnte geworden. Individuen haben Einfluss und können Großes bewirken. Politik kann und darf außerhalb von Parlamenten gedacht werden. In Europa scheinen das mehr und mehr (junge) Leute zu verstehen. Gut so! Europa ist in Bewegung und auch wenn noch vieles schief läuft, so zeigt sich doch, dass ein neuer Aufbruch möglich ist, ja sogar schon begonnen hat. Wir müssen uns nur umschauen. Mitmachen ist übrigens auch erlaubt. Es gibt wenig Schöneres, als gemeinsam mit anderen für eine bessere Zukunft und gerechtere Gesellschaft einzutreten. Legt los!

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(