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"Freiheitsmarsch" in Rumänien zur Erinnerung an Revolution gegen Ceausescu

Mit einem "Freiheitsmarsch" hat in Rumänien eine Serie von Veranstaltungen zur Erinnerung an an den Sturz des Diktators Nicolae Ceausescu vor 30 Jahren begonnen.

Betender Mann während der Gedenkveranstaltung in Temeswar

Betender Mann während der Gedenkveranstaltung in Temeswar

Mit einem "Freiheitsmarsch" hat in Rumänien eine Serie von Veranstaltungen zur Erinnerung an an den Sturz des Diktators Nicolae Ceausescu vor 30 Jahren begonnen. Mehrere hundert Menschen marschierten am Sonntag mit Fackeln und rumänischen Flaggen durch die westrumänische Stadt Temeswar, wo die Revolution ihren Ausgang genommen hatte.

Der "Freiheitsmarsch" bewegte sich zu der Kirche, wo vormals der regimekritische Pastor Laszlo Tökes tätig gewesen war. Die damalige Zwangsumsiedlung des Geistlichen von der evangelisch-reformierten Kirche führte zu Demonstrationen in Temeswar, die am 16. Dezember 1989 begannen, sich in den folgenden Tagen auf andere Landesteile ausweiteten und schließlich in den Sturz Ceausescus mündeten.

Am 22. Dezember 1989 flüchteten der kommunistische Machthaber und seine Frau aus der Hauptstadt Bukarest. Doch sie wurden kurz danach festgenommen und am 25. Dezember hingerichtet. Während der Revolution wurden 1104 Menschen in Rumänien getötet und 3552 weitere verletzt.

Erst kürzlich begann eine Aufarbeitung der damaligen blutigen Geschehnisse vor dem Obersten Gericht des Landes. Geklärt werden soll, wer für die zahlreichen Todesopfer verantwortlich ist. Wichtigster Angeklagter ist ist Ceausescus Nachfolger Ion Iliescu. Rumänien war der letzte Satellitenstaat der Sowjetunion, der im Wendejahr 1989 das kommunistische Regime stürzte.

AFP
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