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"Gorch Fock" in Bredo-Werft zu Wasser gelassen

Nach Beilegung des Rechtsstreits zwischen den beteiligten Werften und dem Verteidigungsministerium ist das Segelschulschiff "Gorch Fock" zu Wasser gelassen worden.

"Gorch Fock" in der Bredo-Werft in Bremerhaven

"Gorch Fock" in der Bredo-Werft in Bremerhaven

Nach Beilegung des Rechtsstreits zwischen den beteiligten Werften und dem Verteidigungsministerium ist das Segelschulschiff "Gorch Fock" zu Wasser gelassen worden. Das Ausdocken des Schiffs in der Bredo-Werft in Bremerhaven habe wie geplant begonnen, sagte ein Sprecher des Ministeriums am Freitag. Der Rumpf berühre bereits das Wasser. Im Laufe des Tages sollten die "Krängungsversuche" beginnen, bei denen das Schiff kontrolliert zur Seite gerollt wird.

Dieser sogenannte Schwimmfähigkeitstest des Schiffs dürfte den Angaben zufolge mehrere Stunden dauern. Wie aus Ministeriumskreisen verlautete, wollte sich Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) im Laufe des Tages vor Ort ein Bild von der Lage machen.

Erst am Donnerstag hatten die Streitparteien eine Einigung über das weitere Verfahren mit der "Gorch Fock" erzielt. Diese machte das Ausdocken - wie vom Verteidigungsministerium gewünscht - möglich. Damit kann nun auch die Instandsetzung fortgesetzt werden. Die Bredo-Werft, in der sich das Schiff aktuell befindet, hatte sich dagegen gestemmt, weil sie noch Geld von der Regierung haben will.

Die Bredo-Werft ist als ein Subunternehmer für die mit der Sanierung der "Gorch Fock" betraute Elsflether Werft tätig. Diese ging zwischenzeitlich insolvent, befindet sich aber derzeit in einer Neustrukturierung.

Die Instandsetzung des Schulschiffes sorgte wegen drastischer Kostensteigerungen für Wirbel. Darüber hinaus ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft auch wegen des Verdachts von Korruptions- und Untreuedelikten rund um die Arbeiten und die Elsflether Werft.

AFP