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"Gorch Fock" soll für bis zu 135 Millionen Euro saniert werden

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will das Segelschulschiff "Gorch Fock" für bis zu 135 Millionen Euro sanieren lassen.

Die Gorch Fock

Die Gorch Fock

Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will das Segelschulschiff "Gorch Fock" für bis zu 135 Millionen Euro sanieren lassen. Ein Ministeriumssprecher bestätigte am Dienstag in Berlin einen Bericht des NDR, wonach die derzeit unterbrochenen Sanierungsarbeiten wieder aufgenommen werden. Der Sprecher bekräftigte zugleich, das Segelschiff sei für die Ausbildung bei der Deutschen Marine von großer Bedeutung.

Bereits im Januar hatte es Berichte gegeben, dass sich die zunächst auf zehn und im Oktober 2016 dann auf 35 Millionen Euro veranschlagten Sanierungskosten für die "Gorch Fock" inzwischen vervielfacht hätten. Der Großsegler liegt seit zwei Jahren in der Elsflether Werft im niedersächsischen Landkreis Wesermarsch. Dort waren bei einer Überprüfung gravierende Mängel zutage getreten.

Nach Informationen von NDR Info sollen die Außenhaut weitgehend erneuert und Ober- und Zwischendeck ersetzt werden. Außerdem solle der Antriebsmotor ausgebaut und überholt werden. Wegen der massiven Kostensteigerungen hatte die Bundeswehr zwischenzeitlich statt der Sanierung einen kompletten Neubau erwogen. Dem Bericht zufolge wären aber auch dann rund 70 Millionen Euro für die "Gorch Fock" angefallen, weil einige Arbeiten bereits vorgenommen und andere vertraglich vereinbart worden seien.

Das Verteidigungsministerium wies zudem darauf hin, dass in diesem Fall ein Segelschulschiff erst frühestens 2025 wieder zur Verfügung gestanden hätte. Die Sanierung der "Gorch Fock" soll dagegen nun bis Mitte 2019 abgeschlossen sein. Danach werde das Schiff bis über das Jahr 2040 hinaus für die Offiziersausbildung genutzt werden können.

"In der Marine ist die Gorch Fock" ein besonderer Teil dieser Ausbildung und trägt in hohem Maße zur Identitätsstiftung und Sozialisierung bei", hieß es dazu weiter in einer Erklärung des Ministeriums. Sie sei zudem "ein wertvoller Bestandteil in der seemännischen Tradition und auch eine Botschafterin Deutschlands in Weiß auf den Weltmeeren".

Der Kommandant der "Gorch Fock", Nils Brandt, äußerte sich erleichtert über die Entscheidung von der Leyens: "Nach langer Zeit der Flaute ist wieder Wind zu spüren und das tut gut, denn die 'Gorch Fock' erfüllt einen ganz wesentlichen Auftrag zur Ausbildung unseres Nachwuchses", erklärte Brandt.

AFP

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