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18. Spieltag: FC Bayern nimmt Jagd auf BVB auf - 3:1 in Hoffenheim

Der FC Bayern hat bei der Jagd auf Borussia Dortmund zum Start der Rückrunde ein Zeichen gesetzt. Beim Sieg in Hoffenheim wird Leon Goretzka zur entscheidenden Figur.

1899 Hoffenheim - Bayern München

Bayern Münchens Kingsley Coman (l) gratuliert Torschütze Leon Goretzka zum Treffer gegen Hoffenheim. Foto: Hasan Bratic

Der FC Bayern München ist dank Doppel-Torschütze Leon Goretzka souverän in die Bundesliga-Rückrunde gestartet und hat Herbstmeister Borussia Dortmund sofort unter Druck gesetzt.

Die Münchner gewannen mit 3:1 (2:0) bei der TSG 1899 Hoffenheim und verkürzten den Rückstand auf den BVB zumindest für einen Tag auf drei Punkte. Nationalspieler Goretzka brachte den Titelverteidiger vor 30.150 Zuschauern schon vor der Halbzeit mit einem Doppelpack (34./45.+1 Minute) auf Kurs, Robert Lewandowski entschied kurz vor Schluss (87.) die Partie. Damit erwischte das vor allem in Hälfte eins bärenstarke Team von Trainer Niko Kovac einen perfekten Start ins Fußball-Jahr 2019.

Der Anschlusstreffer von Nico Schulz (59.) machte Hoffenheim und Trainer Julian Nagelsmann in dessen 100. Bundesliga-Spiel kurz Hoffnung, doch die spielfreudigen Münchner ließen keine großen Zweifel am sechsten Liga-Sieg in Serie aufkommen. «Wir haben in der ersten Halbzeit ein Superspiel gemacht. Es war sehr wichtig, dass wir gut in die Rückrunde starten. Wir haben das Ziel, Meister zu werden, das ist gar keine Frage», sagte Bayern-Matchwinner Goretzka. Rivale Dortmund ist am Samstag (18.30 Uhr/Sky) bei RB Leipzig gefordert.

Nagelsmann bewies nach zuvor zehn Ligaspielen ohne Niederlage zu seinem Jubiläum Mut, stellte seine Startelf enorm offensiv auf. Seine exzellente Heimbilanz gegen die Bayern mit zwei Siegen ohne Gegentor hatten den forschen Coach anscheinend bestärkt. Das Problem: Die Bayern ließen sich nicht beeindrucken und kontrollierten zunächst die Partie. Die Jagd auf Spitzenreiter Dortmund wirkte offenbar wie erhofft als Treibstoff für das Münchner Star-Ensemble.

In der Tat wurde der Druck der Gäste auf die zunehmend hilfloseren Hoffenheimer von Minute zu Minute größer. Der sehr aktive Joshua Kimmich in seinem 150. Pflichtspiel für die Bayern und Kingsley Coman, der sich beim 3:1 im Hinspiel noch schwer verletzt hatte, stellten die Hausherren immer wieder vor Probleme. Robert Lewandowski hatte in der zehnten Minute per Volleyschuss die erste dicke Chance für die Bayern, verzog aber knapp. Thomas Müller brachte den Ball im Liegen nicht ins Tor (19.), auch Mats Hummels hatte Pech (28.).

Hoffenheim war nur noch im Rückwärtsgang. Die Bayern-Defensive, in der Hummels den Vorzug vor Jérôme Boateng als Innenverteidiger neben Niklas Süle bekommen hatte, war kaum gefordert. Dagegen offenbarten die Gastgeber in der Abwehr erstaunliche Lücken. Die Bayern-Führung war daher nur eine Frage der Zeit. Nach Comans Flanke stand Lewandowski völlig frei, scheiterte aber am glänzend reagierenden 1899-Keeper Oliver Baumann. Den trockenen Nachschuss von Goretzka fälschte Kevin Voigt dann leicht ab, Baumann war geschlagen.

Nun war auf dem Platz fast ein Klassenunterschied zu besichtigen. Die Münchner wirkten ballsicherer, präsenter, handlungsschneller. Beispielhaft dafür war das 2:0, als sich die Hoffenheimer nach einem eigenen Eckball übertölpeln ließen. Am Ende des Muster-Konters grätschte erneut Goretzka eine Flanke von David Alaba ins Tor.

In der Pause fand Nagelsmann, der die TSG vor seinem Wechsel nach Leipzig im Sommer noch einmal in die Champions League führen will, dann wohl die richtigen Worte. Während die Bayern etwas zu sorglos auftraten, fanden die Hoffenheimer nun die Courage zu mehr Offensive. Zunächst vergab Kerem Demirbay noch aus Nahdistanz nach Manuel Neuers Fußabwehr (53.), dann vollendete Schulz einen Konter der Hausherren mit einem präzisen Schuss ins linke Toreck.

Plötzlich war das bis dahin so einseitige Spiel wieder offen. «Das darf uns nicht passieren, da haben wir auf der Bank gezittert», gestand Bayern-Sportdirektor Hasan Salihamidzic.

Die Bayern hatten jetzt deutlich mehr Mühe, ihre Hoheit über das Geschehen zu behaupten und verschwendeten zudem einige vielversprechende Konterchancen. Trainer Kovac wurde an der Seitenlinie deutlich nervöser, brachte mit Serge Gnabry und James zwei frische Offensivkräfte. Doch zunächst durften sich die Bayern bei Nationaltorwart Neuer bedanken, der bei einem Kopfball des eingewechselten Adam Szalai den Ausgleich verhinderte (83.).

Kurz darauf fiel dann die Entscheidung. Nach einem schönen Angriff bediente Müller Torjäger Lewandowski, der Baumann keine Chance ließ. Und aus der Bayern-Kurve erschallte der bekannte Gesang: «Deutscher Meister wird nur der FCB».

dpa

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