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19 Tote und 15 Verletzte bei iranischem Marinemanöver im Golf von Oman

Eine iranische Fregatte
Eine iranische Fregatte
© © 2020 AFP
Im Golf von Oman sind bei einer Militärübung der iranischen Marine 19 Soldaten getötet und 15 weitere verletzt worden.

Im Golf von Oman sind bei einer Militärübung der iranischen Marine 19 Soldaten getötet und 15 weitere verletzt worden. Das Kriegsschiff "Konarak" sei versehentlich von den eigenen Truppen beschossen worden, teilte das iranische Militär am Montag mit. Der Vorfall ereignete sich am Sonntagnachmittag nahe des Hafens von Dschask vor der Südküste des Irans unweit der strategisch wichtigen Straße von Hormus, wie das iranische Staatsfernsehen berichtete.

"Das Schiff wurde getroffen, nachdem es nicht genügend Abstand zwischen sich und einem für die Übung bestimmten Ziel geschaffen hatte", hieß es im Staatsfernsehen. Das beschädigte Logistikschiff mit vier Marschflugkörpern an Bord sei für "technische Untersuchungen" in einen Hafen gebracht worden, teilte das Militär mit. Es forderte, "Spekulationen zu vermeiden", bis weitere Informationen veröffentlicht würden.

Laut der Nachrichtenagentur Tasnim wurde die "Konarak" während einer Schießübung im Persischen Golfs versehentlich von einer von einer Fregatte abgeschossenen Rakete getroffen. Bislang ist unklar, wie viele Crewmitglieder sich zum Zeitpunkt des Vorfalls an Bord befanden.

Die 15 Verletzten wurden ins Krankenhaus gebracht. Zwei Marinesoldaten befinden sich nach Klinikangaben auf der Intensivstation. Irans Armeechef und sowie der Außenminister sprachen den Familien der Matrosen ihr Beileid aus.

Zuletzt hatte es im April Spannungen zwischen den USA und dem Iran in der Straße von Hormus gegeben, nachdem elf Schnellboote der iranischen Revolutionsgarden in internationalen Gewässern im Persischen Golf Schiffe von US-Marine und Küstenwache provoziert hatten. Daraufhin wies US-Präsident Donald Trump seine Marine nach eigenen Angaben an, iranische Patrouillenboote im Persischen Golf zu zerstören, sollten diese sich US-Kriegsschiffen gefährlich nähern.

Im vergangenen Jahr hatte der Iran wiederholt Tanker in der Straße von Hormus festgesetzt. Zudem wurden mehrere Tanker angegriffen, darunter auch ein japanisches Schiff. Die USA, andere westliche Länder sowie Saudi-Arabien machten den Iran für die Angriffe verantwortlich. Teheran bestritt jedoch jede Verwicklung.

AFP

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