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57-Jähriger wegen Mordversuchs durch mit Gift versetzte Pausenbrote vor Gericht

Vor dem Landgericht Bielefeld hat am Donnerstag ein Prozess um mit Gift versetzte Pausenbrote begonnen.

Angeklagter mit Verteidigern im Gerichtssaal

Angeklagter mit Verteidigern im Gerichtssaal

Vor dem Landgericht Bielefeld hat am Donnerstag ein Prozess um mit Gift versetzte Pausenbrote begonnen. Angeklagt ist ein 57-Jähriger, der in einem Betrieb in Schloß Holte-Stukenbrock Nahrungsmittel von mehreren Kollegen mit verschiedenen giftigen Chemikalien versetzt haben soll. Zum Prozessauftakt wurde die Anklageschrift verlesen, wie ein Gerichtssprecher mitteilte. Die Staatsanwaltschaft legt dem Angeklagten unter anderem versuchten Mord zur Last.

Laut Anklage soll es dem 57-Jährigen unter anderem darum gegangen sein, seine Kollegen beim Verlust ihrer Gesundheit zu beobachten. In dem Prozess geht es um drei Opfer, die der 57-Jährige zwischen März 2015 und Mitte Mai dieses Jahres teils mehrfach mit bedingtem Tötungsvorsatz vergiftet haben soll. Sein Vorgesetzter soll bei den Taten unter anderem ein schweres Nierenleiden davongetragen haben.

Ein weiterer Arbeitskollegen erlitt laut Anklage durch das Gift schwere Schädigungen des Gehirns. Das dritte Opfer musste wegen seiner gesundheitlichen Beeinträchtigungen unter anderem stationär im Krankenhaus behandelt werden.

Der Angeklagte wurde Mitte Mai festgenommen. Ein betroffener Kollege hatte zuvor wegen Gifts auf seinem Pausenbrot die Firmenleitung informiert.

Der mutmaßliche Täter wurde dann durch Bilder einer Videokamera identifiziert. Für den Prozess beraumte die Bielefelder Strafkammer zunächst fünf weitere Verhandlungstage bis zum 7. Januar an.

AFP

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