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Ägyptens Ex-Staatschef Mubarak im Alter von 91 Jahren gestorben

Der frühere ägyptische Staatschef Husni Mubarak ist tot.

Mubarak im Jahr 2009

Mubarak im Jahr 2009

Der frühere ägyptische Staatschef Husni Mubarak ist tot. Er sei am Dienstag im Alter von 91 Jahren in einem Militärkrankenhaus in Kairo gestorben, sagte sein Schwager, General Munir Thabet, der Nachrichtenagentur AFP. Mubarak hatte Ägypten ab 1981 drei Jahrzehnte lang mit harter Hand regiert. Der langjährige Staatschef wurde 2011 während des Arabischen Frühlings gestürzt.

Der "Pharao", wie Mubarak während seiner Amtszeit häufig genannt wurde, war im Oktober 1981 von seinem Posten als Vizepräsident an die Staatsspitze gerückt. Mit einem mächtigen Polizeiapparat und einer Partei nach seinen Vorstellungen festigte Mubarak in den Folgejahren seine Macht.

Auf der internationalen Bühne war Mubarak trotz seines autokratischen Führungsstils lange Zeit ein gern gesehener Gast. Als Verbündeter der USA war er ein wichtiger Faktor für die westliche Nahostpolitik, da Ägypten als erstes arabisches Land 1979 ein Friedensabkommen mit Israel schloss. Auch zeigte er sich als entschlossener Kämpfer gegen das Extremistennetzwerk Al-Kaida und konnte im Gegenzug auf großzügige Militärhilfe aus Washington zählen.

Unter Mubarak wucherten allerdings auch Bürokratie und Korruption im Staatsapparat, die Schere zwischen Arm und Reich ging immer weiter auseinander. Regelmäßig gab es Berichte über Verstöße gegen Menschen- und Bürgerrechte sowie über Polizeigewalt.

Die Wut über die fehlenden Perspektiven, wirtschaftlichen Stillstand und die politische Unterdrückung entluden sich schließlich Anfang 2011, angeheizt durch die Revolte in Tunesien. Unter dem Druck von Massenprotesten trat Mubarak im Februar 2011 zurück. Er wurde anschließend mehrfach vor Gericht gestellt.

AFP

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