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AfD sieht nach Wahlen ihre Position in Parteienlandschaft deutlich gestärkt

Die AfD sieht nach dem Erfolg bei den Landtagswahlen ihre Position in der deutschen Parteienlandschaft deutlich gestärkt.

Die AfD-Politiker Andreas Kalbitz und Alexander Gauland

Die AfD-Politiker Andreas Kalbitz und Alexander Gauland

Die AfD sieht nach dem Erfolg bei den Landtagswahlen ihre Position in der deutschen Parteienlandschaft deutlich gestärkt. "Wir etablieren uns damit als Volkspartei", sagte der Parteivorsitzende Jörg Meuthen am Montag in Berlin. Ko-Parteichef Alexander Gauland sagte, die AfD habe in Sachsen und Brandenburg ein Ergebnis erzielt, "das nicht zulässt, uns auf Dauer in irgendeiner Weise außen vor zu lassen". Er fügte hinzu: "Wir bestimmen die Themen im Lande."

Die AfD erreichte in beiden Bundesländern Platz zwei, in Sachsen hinter der CDU und in Brandenburg hinter der SPD. In Sachsen erreichte sie mit 27,5 Prozent ihr bislang bestes Ergebnis bei einer Wahl überhaupt. In Brandenburg erzielte die AfD 23,5 Prozent - neue Erkenntnisse zu rechtsextremen Verstrickungen von Spitzenkandidat Andreas Kalbitz beeindruckten die Wähler offenbar nicht.

Gauland zeigte sich mit Blick auf die CDU "sehr zuversichtlich", dass sich "mittelfristig eine bürgerliche Mehrheit durchsetzen kann". Es sei "sehr schwer zu begründen, dass man mit der AfD nicht mal reden will".

Kalbitz sagte, auf kommunaler Ebene laufe "bereits vieles an praktischer Kooperation" zwischen CDU und AfD. Der sächsische AfD-Spitzenkandidat Jörg Urban sagte, in Gemeinderäten und Stadträten sei seine Partei flächendeckend präsent und arbeite mit der CDU bei "bürgerlichen Sachthemen" zusammen. Es werde "sicherlich ein ostdeutsches Bundesland sein", in dem zum ersten Mal eine Regierung aus AfD und CDU gebildet werde, so Urban.

AFP