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Aktivisten: 23 Tote bei mutmaßlich israelischen Luftangriffen in Syrien

Israelische Panzer auf den Golanhöhen
Israelische Panzer auf den Golanhöhen
© © 2020 AFP
Bei mutmaßlich israelischen Luftangriffen in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten am Donnerstag mindestens 23 Kämpfer der Regierungstruppen und iranischer Milizen getötet worden.

Bei mutmaßlich israelischen Luftangriffen in Syrien sind nach Angaben von Aktivisten am Donnerstag mindestens 23 Kämpfer der Regierungstruppen und iranischer Milizen getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, unter den Toten seien acht syrische Soldaten und mehrere Iraner. Laut der staatlichen syrischen Nachrichtenagentur Sana wurden die Luftangriffe von Israel geflogen. Die israelische Armee bestätigte die Angriffe zunächst jedoch nicht.

Bei Luftangriffen in Kiswe südlich der Hauptstadt Damaskus wurden nach Angaben der Beobachtungsstelle am frühen Donnerstagmorgen drei Iraner und sieben mit dem Iran verbundene ausländische Kämpfer getötet. Westlich von Damaskus wurden demnach acht Soldaten der syrischen Luftabwehr getötet.

Fünf weitere Tote gab es den Angaben zufolge in Esra in der südlichen Provinz Daraa. Die Getöteten waren demnach syrische Kämpfer einer pro-iranischen Miliz.

Laut der Nachrichtenagentur Sana, die sich auf syrische Armeekreise berief, hatte das syrische Flugabwehrsystem kurz nach Mitternacht auf zwei Angriffswellen bei Damaskus und in den Provinzen Daraa und Kuneitra reagiert. Laut Sana wurden bei den Angriffen acht Kämpfer verletzt. Angaben zu ihrer Nationalität machte Sana nicht.

Korrespondenten der Nachrichtenagentur AFP in Damaskus hörten gegen 01.15 Uhr (Ortszeit, 00.15 Uhr MEZ) starke Explosionen. Das staatliche syrische Fernsehen zeigte Aufnahmen von Explosionen am Nachthimmel.

Die getroffenen Provinzen Daraa und Kuneitra grenzen an die von Israel besetzten Golanhöhen. Der Beobachtungsstelle zufolge halten sich dort iranische sowie dem Iran verbundene Kämpfer aus Syrien und dem Ausland auf. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte hat ihren Sitz in Großbritannien und stützt sich auf ein Netzwerk von Informanten in Syrien. Ihre Angaben sind von unabhängiger Seite oft kaum zu überprüfen.

Ein Sprecher der israelischen Armee wollte sich auf AFP-Anfrage nicht zu den Angaben äußern. Im vergangenen Monat hatte sich das israelische Militär zu einer Reihe von Angriffen gegen syrische Militäreinrichtungen und iranische Kämpfer bekannt, bei denen 23 Menschen getötet worden waren, darunter 16 Ausländer.

Israel hat seit Beginn des syrischen Bürgerkriegs im Jahr 2011 bereits hunderte Luftangriffe in Syrien gegen die Truppen von Machthaber Baschar al-Assad, iranische Ziele und mit dem Iran verbündete Milizen geflogen. Der Iran steht in dem Konflikt an der Seite Assads.

AFP

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