HOME

Allianz pro Schiene fordert Kraftakt zum Ausbau des Schienenverkehrs in Städten

Vor dem Inkrafttreten der bundesweit ersten Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge hat der Verband Allianz pro Schiene zum Ausbau des Schienenverkehrs in Städten aufgerufen.

In Hamburg gelten ab Donnerstag Diesel-Fahrverbote

In Hamburg gelten ab Donnerstag Diesel-Fahrverbote

Vor dem Inkrafttreten der bundesweit ersten Fahrverbote für ältere Dieselfahrzeuge hat der Verband Allianz pro Schiene zum Ausbau des Schienenverkehrs in Städten aufgerufen. "Der Stadtbahn-Ausbau ist für jede Metropolregion mittel- und langfristig der beste Schutz vor Fahrverboten", erklärte Geschäftsführer Dirk Flege am Mittwoch. Nötig sei ein gemeinsamer Kraftakt von Bund, Ländern und Kommunen.

In Hamburg treten am Donnerstag die bundesweit ersten Diesel-Fahrverbote in Kraft. Die Stadt verbietet älteren Fahrzeugen ab diesem Tag auf zwei Straßen die Durchfahrt. Betroffen sind Teilabschnitte von viel befahrenen Durchgangsstrecken - es gibt allerdings Ausnahmen für Anwohner sowie Ausweichrouten.

"Straßen-, Stadt- und U-Bahnen stoßen pro Person und Kilometer lediglich ein Sechstel soviel Stickoxide aus wie ein durchschnittlicher Pkw", erklärte Flege von der Allianz pro Schiene. Auch die Treibhausgasemissionen seien nicht einmal halb so hoch, außerdem benötige die Eisenbahn pro Passagier viel weniger Platz.

Gerade Hamburg habe in Sachen nachhaltiger Mobilität "erwiesenermaßen Nachholbedarf", erklärte Flege. Er wünsche sich, dass die Politik "auf allen Ebenen genauso intensiv über die Angebotsausweitung im Öffentlichen Nahverkehr diskutiert wie über die Hardware-Nachrüstung von Diesel-Pkw".

AFP

Das könnte sie auch interessieren