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Altmaier will Ausbau der Windenergie "bürgerverträglich gestalten"

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will im Streit um den Ausbau der Windenergie zugleich Hindernisse bei Genehmigungen abbauen und auf die Bedenken der Bevölkerung eingehen.

Windräder hinter einer Siedlung

Windräder hinter einer Siedlung

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will im Streit um den Ausbau der Windenergie zugleich Hindernisse bei Genehmigungen abbauen und auf die Bedenken der Bevölkerung eingehen. Es werde über die Frage gerungen, "wie wir den Ausbau der Windenergie bürgerverträglich so gestalten, dass er vor Ort mehr auf Akzeptanz stößt", sagte Altmaier am Dienstagmorgen im Deutschlandfunk. Die Atmosphäre beim Windgipfel mit Branchenvertretern am Montagabend bezeichnete er als "sehr sachlich".

Der Ausbau von Windenergie an Land sei in den vergangenen Jahren "komplett eingebrochen" und er wolle, dass diese sowie auch die Windenergie auf hoher See weiter ausgebaut werde, sagte Altmaier. Dazu müssten die Hindernisse für die Genehmigung von Windparks abgebaut werden. Gleichzeitig müssten aber auch die "berechtigten Sorgen vieler Menschen" ernstgenommen werden, die über 200 Meter hohe Windräder als eine "Beeinträchtigung auch ihrer Lebensqualität empfinden".

Streit gibt es derzeit vor allem über die von der Bundesregierung geplanten pauschalen Regeln zum Mindestabstand zwischen Windkraftanlagen und Siedlungen. Derzeit liefen Gespräche etwa mit Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD), wann dieser Abstand einzuhalten sei - "gilt das bei fünf Häusern, gilt das bei zehn Häusern, gilt das bei sieben oder bei zwölf Häusern", sagte Altmaier.

Angesichts der Flaute beim Ausbau der Windkraft und drohenden Stellenstreichungen hatte Altmaier am Montagabend zum zweiten Branchentreffen zur Windenergie eingeladen. Im Gegensatz zum Windgipfel Anfang September waren zu diesem Treffen aber nur Branchenvertreter eingeladen, keine Vertreter der Bundesländer und verschiedener Verbände. Laut dem Bundesverband Windenergie gab es zwar kein greifbares Ergebnis, die Gespräche hätten jedoch zu einem "besseren Verständnis" geführt.

AFP