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Ankara: Erstes Schiff mit ukrainischem Getreide verlässt um 07.30 Uhr (MESZ) Odessa

Ernte in der Region Charkiw, im Nordosten der Ukraine
Ernte in der Region Charkiw, im Nordosten der Ukraine
© AFP
Das erste Schiff seit Monaten mit ukrainischem Getreide für den Weltmarkt wird nach türkischen Angaben am frühen Morgen den Hafen von Odessa verlassen. Es sei vereinbart worden, dass das unter der Flagge von Sierra Leone fahrende Frachtschiff "Razoni" mit einer Ladung Mais um 08.30 Uhr (07.30 Uhr MESZ) in Richtung Libanon auslaufen werde, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit. Andere Lieferungen sollen demnach folgen.

Am 22. Juli hatten die Ukraine und Russland sich auf ein von der Türkei und den Vereinten Nationen vermitteltes Abkommen zum Getreide-Export geeinigt. Die Ukraine und Russland verpflichten sich darin, sichere Korridore für die Frachtschiffe auf dem Schwarzen Meer zu respektieren und dort auf militärische Aktivitäten zu verzichten. 

Am vergangenen Mittwoch war in Istanbul das im Abkommen vorgesehene Koordinationszentrum für den Getreideexport eröffnet worden. Dort sollen Vertreter der Ukraine und Russlands sowie der Türkei und der Vereinten Nationen künftig gemeinsam die sichere Durchfahrt ukrainischer Frachtschiffe auf den festgelegten Routen überwachen. Die Schiffe sollen außerdem in Istanbul bei ihrer Ankunft und Abfahrt inspiziert werden, um heimliche Waffenlieferungen zu verhindern.

In den ukrainischen Häfen sind wegen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine seit Ende Februar bis zu 25 Millionen Tonnen Getreide blockiert. Die Ukraine zählt zu den weltgrößten Exporteuren von Weizen und anderem Getreide. Die Exportblockade trifft insbesondere ärmere Länder, die stark von Importen aus Russland und der Ukraine abhängig sind. 

Das Getreideabkommen ist die erste Vereinbarung der beiden Länder seit Beginn des russischen Angriffskriegs am 24. Februar. Mit ihm soll die globale Nahrungskrise gelindert werden. Seit Beginn des Kriegs waren in einigen der ärmsten Länder der Welt die Nahrungsmittelpreise in die Höhe geschnellt.

AFP

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