HOME

Arbeitgeber der Luftsicherheit haben kein Verständnis für neue Tarifgespräche

Im Tarifstreit um mehr Geld für das Sicherheitspersonal an deutschen Flughäfen bahnt sich neuer Streit mit den Arbeitgebern an: Der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) zeigte am

Warnstreik des Sicherheitspersonals im Januar

Warnstreik des Sicherheitspersonals im Januar

Im Tarifstreit um mehr Geld für das Sicherheitspersonal an deutschen Flughäfen bahnt sich neuer Streit mit den Arbeitgebern an: Der Bundesverband der Luftsicherheitsunternehmen (BDLS) zeigte am Dienstag "großes Unverständnis" über die Bitte der Gewerkschaft Verdi um weitere Tarifgespräche. "Dieses Verhalten verhindert das Inkrafttreten des neuen Entgelttarifvertrages und damit die Auszahlung der vereinbarten Lohnsteigerungen an die rund 23.000 Beschäftigten in den nächsten Monaten", erklärte der BDLS.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der BDLS hatten sich im Januar nach intensiven Verhandlungen auf den Tarifvertrag geeinigt. Er sieht für die Beschäftigten der Branche in den kommenden drei Jahren je nach Region und Tätigkeit Erhöhungen von jährlich 3,5 bis 9,77 Prozent vor. Im Vorfeld der Einigung gab es mehrfach Warnstreiks.

Am Montagabend erklärte Verdi dann allerdings, die Neuregelung könne nicht wie geplant Anfang März in Kraft treten, da bei einer Mitgliederbefragung 55 Prozent der Teilnehmer dem neuen Vertrag nicht zugestimmt hätten. Nun sollten strittige Punkte nachverhandelt werden.

Die Arbeitgeber seien "selbstverständlich" zu Gesprächen bereit, in denen Verdi die Gründe für die Ablehnung des vereinbarten Ergebnisses darlegen könne, erklärte BDLS-Präsident Udo Hansen. Derzeit könne der Verband angesichts der vereinbarten "massiven" Lohnerhöhungen nicht nachvollziehen, weshalb nachverhandelt werden solle. Zum weiteren Vorgehen erklärte eine BDLS-Sprecherin, zunächst werde nun ein Termin vereinbart, an dem Verdi die Gründe für die Ablehnung darlegen könne. Ein konkretes Datum gebe es dafür aber noch nicht.

AFP

Das könnte sie auch interessieren