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Ausgangssperre wegen Coronavirus-Pandemie in Belgien in Kraft

In Belgien ist die Ausgangssperre zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in Kraft getreten.

Schlange vor belgischem Supermarkt

Schlange vor belgischem Supermarkt

In Belgien ist die Ausgangssperre zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie in Kraft getreten. Seit Mittwochmittag dürfen die Menschen nur noch für unverzichtbare Aktivitäten wie Arztbesuche und Lebensmitteleinkäufe ihre Häuser verlassen und müssen dabei einen Mindestabstand zueinander halten. Die Polizei soll die Einhaltung durchsetzen. Wegen der Vorgaben bildeten sich vor vielen Supermärkten lange Schlangen.

Öffentliche Verkehrsmittel verkehren weiterhin. Doch auch in Bussen und Bahnen müssen die "Regeln der sozialen Distanz" eingehalten werden, wie Regierungschefin Sophie Wilmès ankündigte. Der Weg zur Arbeit bleibt erlaubt, allerdings nur wenn ein Arbeiten von zu Hause aus nicht möglich ist. Auch sportliche Aktivitäten an der frischen Luft sind weiterhin erlaubt und sogar empfohlen - solange Distanz gewahrt wird.

Die Polizei soll Ausgangssperre und Abstandsregeln durchsetzen. Geschäfte und Arbeitgeber müssen in ihren Räumlichkeiten selbst dafür sorgen - andernfalls drohen Bußgelder und Zwangsschließungen. Für Supermärkte gilt: Ein Kunde pro zehn Quadratmeter Ladenfläche. Vielerorts bildeten sich deshalb lange Schlangen am Eingang.

Anders als in Frankreich, wo ebenfalls seit Dienstag eine Ausgangssperre gilt, müssen die Menschen in Belgien gegenüber den Sicherheitskräften ihren Aufenthalt auf der Straße nicht schriftlich begründen. "Wir werden zunächst freundlich fragen", kündigte der Polizeichef der Stadt Namur, Oliver Libois, im Fernsehsender RTBF an. "Und wenn es nicht darum geht, Essen zu kaufen oder zur Arbeit zu gehen, schicken wir die Leute nach Hause".

AFP
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