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Australien verhängt wegen Coronavirus Einreiseverbot für China-Reisende

Medizinisches Personal in Zouping
Medizinisches Personal in Zouping
© © 2020 AFP
Wegen des Coronavirus-Ausbruchs hat die Regierung in Australien ein Einreiseverbot für Reisende aus China verhängt.

Wegen des Coronavirus-Ausbruchs hat die Regierung in Australien ein Einreiseverbot für Reisende aus China verhängt. Von dem Verbot ausgenommen seien australische Staatsbürger und Menschen mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung sowie deren Angehörige, erklärte Premierminister Scott Morrison am Samstag. Das Außenministerium in Canberra verschärfte seine Reisehinweise für China und empfiehlt Australiern nun, auf Reisen in die Volksrepublik zu verzichten.

Das Einreiseverbot werde von den Grenzbehörden ab sofort umgesetzt, kündigte Morrison an. Australier und Menschen mit dauerhaftem Aufenthaltsrecht in Australien sowie deren Angehörige müssten sich bei ihrer Rückkehr ins Land in eine zweiwöchige "Selbst-Quarantäne" begeben, erklärte der Regierungschef weiter.

Morrisons Erklärung erfolgte einen Tag, nachdem bereits die US-Regierung ein Einreiseverbot für China-Reisende verhängt hatte. Auch das US-Verbot gilt nicht für Staatsbürger, Ausländer mit ständiger Aufenthaltsgenehmigung in den USA sowie deren enge Familienmitglieder. Das US-Außenministerium gab zudem eine Reisewarnung für China aus, worauf die Regierung in Peking mit scharfer Kritik reagierte.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte wegen der rasanten Ausbreitung des Coronavirus am Donnerstag den internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus hatte bei der Bekanntgabe der Entscheidung betont, es handele sich nicht um ein "Misstrauensvotum" gegen China. Einschränkungen von Reisen und Handel seien nicht nötig.

Die Zahl der Infizierten und Todesopfer durch den erstmals im Dezember in der zentralchinesischen Metropole Wuhan aufgetretenen Erreger 2019-nCoV wuchs zuletzt immer schneller. In China sind nach offiziellen Angaben inzwischen mehr als 11.700 Menschen infiziert, 259 Menschen starben. Hinzu kommen mehr als hundert Infektionsfälle in rund 25 Ländern.

AFP

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