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BASF investiert in Batterieproduktion in Brandenburg

Der Chemiekonzern BASF will in Brandenburg künftig Kathodenmaterial für die Batterien von rund 400.000 Elektroautos pro Jahr produzieren.

BASF investiert bei Batterieproduktion in Brandenburg

BASF investiert bei Batterieproduktion in Brandenburg

Der Chemiekonzern BASF will in Brandenburg künftig Kathodenmaterial für die Batterien von rund 400.000 Elektroautos pro Jahr produzieren. Wie BASF am Mittwoch mitteilte, soll die Produktion in Schwarzheide im Süden Brandenburgs entstehen. Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) und Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) begrüßten die Entscheidung.

Die Investitionsentscheidung von BASF sei "ein starkes Signal für die Region und für die Zukunft des Automobilstandorts Deutschland", erklärte Altmaier. Woidke nannte die Standortwahl auch mit Blick auf die Folgen des Kohleausstiegs für die Lausitz einen "entscheidenden Beitrag, um Industriearbeitsplätze in der Region zu sichern und neue zu schaffen".

Zugleich unterstreiche sie "unseren Weg zu klimaneutraler Mobilität", fügte Woidke hinzu. "Mit Tesla und BASF greifen zwei Räder ineinander". Der US-Elektroautobauer Tesla will ebenfalls in Brandenburg - am Standort Grünheide - bereits Mitte kommenden Jahres die Produktion aufnehmen und pro Jahr zunächst 150.000 Elektrofahrzeuge herstellen.

BASF will die Anlage in Schwarzheide im Jahr 2022 in Betrieb nehmen und dort dann Vorprodukte aus der bereits angekündigten BASF-Anlage in Harjavalta in Finnland verwenden. "Die Anlagen in Finnland und Deutschland werden unseren Kunden einen zuverlässigen Zugang zu maßgeschneiderten, hoch nickelhaltigen Kathodenmaterialien in der Nähe ihrer europäischen Produktionsstätten bieten", erklärte Peter Schuhmacher, Präsident des Unternehmensbereich Catalysts bei BASF.

Das Projekt des Ludwigshafener Chemiekonzerns in Schwarzheide ist Teil des ersten gemeinsamen europäischen Projekts zur Batteriezellfertigung, welches das Bundeswirtschaftsministerium im vergangenen Jahr zusammen mit weiteren europäischen Ländern und der EU-Kommission auf den Weg gebracht hatte.

Die Europäische Kommission hatte das erste europäische Projekt zur Batteriezellfertigung im Dezember beihilferechtlich genehmigt. Insgesamt sind mit BASF, BMW, Opel, Umicore und Varta fünf Unternehmen aus Deutschland Teil dieses gemeinsamen Projekts, die weiteren EU-Mitglieder sind Frankreich, Belgien, Finnland, Italien, Polen und Schweden.

Die Unternehmensverbände Berlin-Brandenburg (UVB) begrüßten die Standortentscheidung von BASF als "Meilenstein für das Wachstum moderner Industrie" in der Region. "Wir haben jetzt die Chance, eine neue Wertschöpfungskette in Brandenburg zu etablieren, die das komplette Spektrum der neuen Antriebskonzepte abdeckt", erklärte UVB-Hauptgeschäftsführer Christian Amsinck.

"Für die Zukunft der deutschen Autoindustrie sind ausreichende Kapazitäten für die Batterieproduktion extrem wichtig", betonte er. Entscheidend sei nun, "dass Land und Bund alles dafür tun, dass es bei Planung und Bau der Anlagen zügig vorangeht".

AFP