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Bayerns Umweltminister fordert Ende des Überangebots an Fleisch

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hat im Sinne des Klimaschutzes ein Ende des Überangebots an Fleisch gefordert.

Fleischtheke in einem Supermarkt

Fleischtheke in einem Supermarkt

Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber (Freie Wähler) hat im Sinne des Klimaschutzes ein Ende des Überangebots an Fleisch gefordert. Es sei nicht wirklich notwendig, "dass eine Lende sechs Tage die Woche, von morgens bis abends, vorrätig ist", sagte er am Freitag im Bayerischen Rundfunk. "Wenn ich auf den Markt gehe, dann ist die Lende irgendwann einfach aus und ich muss etwas anderes nehmen."

Glauber bezog sich damit auch auf den jüngsten Bericht des Weltklimarats IPCC, der auf eine sofortige Kehrtwende bei der Landnutzung dringt. Andernfalls drohe die Menschheit in eine existenzbedrohende Spirale aus Erderwärmung und Nahrungsmittelknappheit zu geraten, warnten die Forscher in dem am Donnerstag vorgelegten Bericht. Eine ausdrückliche Forderung nach einem Verzicht auf Fleisch vermied der Weltklimarat jedoch.

Der bayerische Umwelt- und Verbraucherminister appellierte dabei auch an die Eigenverantwortung der Gesellschaft. "Die Zeit des Überlegens ist jetzt vorbei", sagte Glauber. "Wir müssen darüber nachdenken, wie wir an der Theke entscheiden und wie wir mit der Landwirtschaft umgehen."

AFP