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Behörden: Rekordbeteiligung bei Hongkonger Kommunalwahl

Bei den Kommunalwahlen in Hongkong haben die Behörden bereits vor Schließung der Wahllokale eine Rekordbeteiligung verzeichnet.

Behörden: Rekordbeteiligung bei Hongkonger Bezirkswahl

Behörden: Rekordbeteiligung bei Hongkonger Bezirkswahl

Bei den Kommunalwahlen in Hongkong haben die Behörden bereits vor Schließung der Wahllokale eine Rekordbeteiligung verzeichnet. Bis zum späten Sonntagnachmittag (Ortszeit) lag die Wahlbeteiligung schon bei knapp 47,3 Prozent, wie die Wahlbehörden mitteilten. Bei den Kommunalwahlen vor vier Jahren hatte sie nach Schließung der Wahllokale bei gut 47 Prozent gelegen. Experten zufolge dürfte die Demokratiebewegung von der hohen Wahlbeteiligung profitieren.

Die Wahlen fanden vor dem Hintergrund der teils gewalttätigen Proteste in der chinesischen Sonderverwaltungszone statt. Die Demokratiebewegung hatte ihre Anhänger vorab zur Stimmabgabe aufgerufen und für den Wahltag ein Aussetzen der Proteste gegen die pekingtreue Regierung angekündigt.

"Wir wählen, um unser Urteil über das, was passiert ist, abzugeben. Wir wählen auch, um eine Wahl zu treffen mit Blick auf das, was noch bevorsteht", sagte Jimmy Sham, einer der bekanntesten Köpfe der größtenteils führerlosen Protestbewegung. Die Bewegung hofft auf eine hohe Wahlbeteiligung, um Hongkongs Regierung einen Denkzettel zu verpassen. In Einträgen im Online-Netzwerk LiHKG riefen prodemokratische Nutzer dazu auf, den Urnengang nicht zu gefährden.

Größere Protestaktionen waren für Sonntag nicht geplant. "Ich freue mich sagen zu können, dass wir ein relativ friedliches und ruhiges Umfeld für die erfolgreiche Durchführung dieser Wahlen haben", sagte Regierungschefin Lam nach ihrer Stimmabgabe.

4,13 Millionen Bürger waren zu dem Urnengang zugelassen - fast 400.000 mehr als 2015. Vor den Wahllokalen und auf den Straßen der Stadt waren Polizisten stationiert, die Polizeipräsenz war aber nicht übermäßig stark.

Gewählt werden 452 Stadträte in 18 Bezirken. Entsprechend des verworrenen, von Peking vorgegebenen Wahlsystems können Sitze im Stadtrat zu insgesamt 117 Stimmen im Wahlkomitee führen. Dieses wiederum bestimmt den Hongkonger Regierungschef.

AFP