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Bei verschiedenen Sendern Trump und Biden treten bei TV-Fragestunden auf

Donald Trump
US-Präsident Trump und Savannah Guthrie, Moderatorin des Fernsehsenders NBC, sitzen während einer Fragestunde mit Wählern im Perez Art Museum in Miami. Foto: Evan Vucci/AP/dpa
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US-Präsident Donald Trump und sein demokratischer Herausforderer Joe Biden sind zeitgleich bei konkurrierenden TV-Fragestunden mit Wählern aufgetreten.

Der demokratische Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat ein nationales Vorgehen gegen das Coronavirus und das Tragen von Masken angemahnt. Mit den Masken könne ein weiterer Lockdown verhindert werden, sagte Biden in einer Fragestunde des Senders ABC mit Wählern in Philadelphia.

US-Präsident Donald Trump komme eine Vorbildfunktion zu, sagte Biden. Wenn der Präsident keine Maske trage oder sich über Menschen lustig mache, die sie tragen, kämen die Leute zu dem Schluss, dass es nicht wichtig sei.

Trump hielt zur gleichen Zeit eine vom Fernsehsender NBC veranstaltete Fragestunde mit Wählern in Miami (Florida) ab. Er wiederholte seine falsche Aussage, dass nach Angaben der Gesundheitsbehörde CDC 85 Prozent der Menschen, die eine Maske tragen, sich mit dem Virus infizieren. Tatsächlich hatten nach einer CDC-Untersuchung 85 Prozent einer Gruppe von Coronavirus-Infizierten im Juli angegeben, sie hätten in den 14 Tagen zuvor oft oder immer eine Maske getragen. Trump verteidigte sein Vorgehen gegen die Corona-Pandemie: «Wir sind Gewinner.»

Trump machte keine Angaben dazu, wann er vor seiner Covid-Erkrankung zuletzt negativ auf das Coronavirus getestet wurde. «Ich erinnere mich gar nicht daran», sagte Trump. Er werde ständig getestet. Die Frage nach dem letzten negativen Testergebnis ist von Belang, weil im Raum steht, ob Trump womöglich noch Veranstaltungen abhielt, als er bereits wusste, dass er infiziert ist.

Eigentlich sollten die Kandidaten in einer gemeinsamen Fernsehdebatte befragt werden. Die Planungen für das zweite Duell vor der Wahl am 3. November gerieten aber durcheinander, nachdem sich Trump mit dem Coronavirus infiziert hatte. Trump hatte sich geweigert, aus Sicherheitsgründen die Debatte online abzuhalten. Biden kündigte daraufhin eine eigene TV-Veranstaltung an, Trump zog nach.

Für den 22. Oktober ist die letzte TV-Debatte als direktes Aufeinandertreffen vor der Wahl geplant. Trump hat sich aber bereits gegen Regeländerungen am Konzept der TV-Duelle ausgesprochen, die die Veranstalter als Konsequenz aus dem Chaos bei der ersten Debatte angekündigt hatten.

dpa

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