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Belarussen versammeln sich erneut zur Massenprotesten gegen Lukaschenko

Polizisten schleppen Teilnehmer an Kundgebung ab
Polizisten schleppen Teilnehmer an Kundgebung ab
© © 2020 AFP
Die Menschen in Belarus trotzen weiter der Gewalt und Einschüchterungsversuchen ihrer Staatsmacht: In der Hauptstadt Minsk fanden sich am Sonntagnachmittag (13.

Die Menschen in Belarus trotzen weiter der Gewalt und Einschüchterungsversuchen ihrer Staatsmacht: In der Hauptstadt Minsk fanden sich am Sonntagnachmittag (13.00 Uhr MESZ) erneut zahlreiche Demonstranten zu Protesten gegen den umstrittenen Staatschef Alexander Lukaschenko ein. Nach Angaben der Polizei gab es mehrere vor der geplanten Massenkundgebung, ein massives Sicherheitsaufgebot bewachte Lukaschenkos Residenz.

Mehrere Plätze im Zentrum der Hauptstadt waren abgesperrt, wie AFP-Reporter berichteten. U-Bahnstationen und Einkaufszentren, in die sich die Demonstranten bei früheren Kundgebungen vor der Gewalt der Sicherheitskräfte geflüchtet hatten, waren geschlossen.

Seit der umstrittenen Präsidentschaftswahl am 9. August gehen die Belarussen jeden Sonntag gegen den seit 26 Jahren autoritär regierenden Präsidenten auf die Straße. Sie werfen ihm Wahlfälschung vor und fordern Neuwahlen. Nach ihrer Überzeugung war die inzwischen ins Exil geflohene Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja die wahre Siegerin der Wahl.

Nach der überraschenden und quasi geheimen Vereidigung Lukaschenkos am vergangenen Mittwoch hatte Nexta Live, der von mehr als zwei Millionen Menschen abonnierte Oppositionskanal auf dem Messengerdienst Telegram, für Sonntag zu einer symbolischen "Amtseinführung der wahren Präsidentin durch das Volk" aufgerufen.

AFP

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