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Bewaffnete eröffnen in Luxushotel in pakistanischer Stadt Gwadar das Feuer

Mehrere Bewaffnete haben am Samstag ein Luxushotel in der südpakistanischen Stadt Gwadar gestürmt und mindestens einen Menschen erschossen.

Außenansicht des Hotels

Außenansicht des Hotels

Mehrere Bewaffnete haben am Samstag ein Luxushotel in der südpakistanischen Stadt Gwadar gestürmt und mindestens einen Menschen erschossen. Drei bewaffnete Männer seien in das Hotel eingedrungen und hätten geschossen, sagte ein Militärsprecher. Bei dem Toten handele es sich um einen Wachmann. Eine Separatistengruppe reklamierte den Angriff für sich.

Die Angreifer seien in den Treppenhäusern "umstellt", sagte der Militärsprecher. Die Gäste seien in Sicherheit. Der Einsatz dauere an.

Zuvor hatte der Provinz-Innenminister Ziaullah Langu von "bis zu vier bewaffneten Männern" gesprochen, die in das Pearl Continental Hotel in Gwadar eingedrungen seien und "das Feuer eröffnet" hätten. Er sprach von "mehreren Leichtverletzten". Die Mehrheit der Gäste des Fünf-Sterne-Hotels sei in Sicherheit gebracht worden. Von Seiten der Polizei hieß es dagegen, in dem Gebäude habe sich nur Personal aufgehalten.

Die Separatistengruppe Befreiungsarmee von Baluchistan bekannt sich im Kurzbotschaftendienst Twitter zu dem Überfall.

Das Hotel gehört zu einem millionenschweren chinesischen Infrastrukturprojekt in der Hafenstadt. Gwadar liegt in der pakistanischen Unruheprovinz Baluchistan.

Die Stadt ist ein Standort des chinesischen Mega-Infrastrukturprojektes "Neue Seidenstraße". Bereits eröffnet wurde ein "Wirtschaftskorridor" zwischen dem Hafen der Stadt am Arabischen Meer und Kashgar in der nordwestchinesischen Provinz Xinjiang.

Bestandteil sind eine knapp 400 Kilometer lange Autobahn von Peshawar nach Karachi, die dieses Jahr fertig werden soll, ein Flughafen und ein Krankenhaus in Gwadar sowie Wasserkraftwerke.

Pakistan hofft auf Ankurbelung seiner Wirtschaft. Viele Bewohner der Provinz fühlen sich jedoch von den Profiten, die derartige Projekte bringen, ausgeschlossen. Erst vor drei Wochen hatten in Baluchistan bewaffnete Männer 14 Buspassagiere erschossen. Zu dem Überfall bekannt sich eine Separatistengruppe.

AFP
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