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Biden mokiert sich vor Debatte über Anschuldigungen des Trump-Lagers

Rivalen Biden (l.) und Trump
Rivalen Biden (l.) und Trump
© © 2020 AFP
US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat sich vor seinem ersten TV-Duell mit Amtsinhaber Donald Trump über Anschuldigungen seines Rivalen mokiert, er könne sich dopen und einen Mini-Kopfhörer im Ohr

US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden hat sich vor seinem ersten TV-Duell mit Amtsinhaber Donald Trump über Anschuldigungen seines Rivalen mokiert, er könne sich dopen und einen Mini-Kopfhörer im Ohr tragen. Biden veröffentlichte am Dienstagabend (Ortszeit) im Kurzbotschaftendienst Twitter ein Foto mit Smartphone-Kopfhörern und einer Packung Erdnusscreme-Eis. Dazu schrieb der frühere Vizepräsident: "Es ist Debatten-Abend, deswegen habe ich meine Hörer und meine leistungssteigernden Mittel bereit."

Biden reagierte damit auf wiederholte Forderungen Trumps, er solle sich vor dem TV-Duell einem Dopingtest unterziehen. Der Präsident unterstellt seinem 77-jährigen Herausforderer von den oppositionellen Demokraten fehlende geistige Fitness und wirft ihm indirekt vor, er könne für die Debatte Aufputschmittel zu sich nehmen.

Am Dienstag beschuldigte Trumps Wahlkampfteam Biden zudem, sich einer unabhängigen Untersuchung zu einem möglicherweise im Ohr versteckten Mini-Kopfhörer vor der Debatte zu verweigern. Das Trump-Team unterstellte dem Ex-Vizepräsidenten damit indirekt, er könnte sich durch eine solche heimliche Vorrichtung Antworten einflüstern lassen.

Bidens Wahlkampfmanagerin Kate Bedingfield bezeichnete dies als "absurd". Zugleich warf sie dem Trump-Lager vor, es habe vergeblich versucht, beim Moderator des TV-Duells sicherzustellen, dass dieser in der Debatte nicht die Zahl der Corona-Toten in den USA erwähnt.

In den Vereinigten Staaten sind bereits mehr als 205.000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben, dies ist die höchste Zahl weltweit. Kritiker machen Trumps Krisenmanagement für die hohe Zahl der Toten mitverantwortlich.

Die Pandemie stand als eines von sechs Themen auf dem Programm der ersten Fernsehdebatte zwischen Trump und Biden vor der Präsidentschaftswahl am 3. November. Als weitere Themen hat der Moderator Chris Wallace vom konservativen Nachrichtensender Fox News die politischen Bilanzen beider Politiker, die wirtschaftliche Lage des Landes, die Rassismus-Debatte und "Gewalt" in US-Städten, die Integrität der Wahlen und die umstrittene Nominierung einer neuen Verfassungsrichterin ausgewählt.

Ausgetragen wird die Debatte in der Case Western Reserve University in Cleveland im Bundesstaat Ohio. Der in Umfragen zurückliegende Republikaner Trump und der Demokrat Biden werden vor der Wahl noch in zwei weiteren Fernsehdebatten am 15. Oktober und am 22. Oktober aufeinandertreffen.

AFP

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