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Boeing verschiebt unbemannten Testflug zur ISS auf unbestimmte Zeit

Die "Starliner"-Kapsel auf einer Atlas-V-Rakete
Die "Starliner"-Kapsel auf einer Atlas-V-Rakete
© © 2021 AFP
Der US-Luftfahrtriese Boeing hat den unbemannten Testflug seiner "Starliner"-Kapsel zur Internationalen Raumstation (ISS) auf unbestimmte Zeit verschoben.

Der US-Luftfahrtriese Boeing hat den unbemannten Testflug seiner "Starliner"-Kapsel zur Internationalen Raumstation (ISS) auf unbestimmte Zeit verschoben. Der Countdown zum Start wurde am Mittwoch gestoppt, weil es nach Angaben von Beoing weiter Probleme mit Ventilen im Antriebssystem der Raumkapsel gab.

Eigentlich sollte das Raumschiff bereits am Dienstag mit einer Rakete vom Typ Atlas V vom Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida starten. Die Mission wurde wegen der technischen Probleme jedoch erst um einen Tag verschoben - und nun ganz abgesagt.

Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa erklärte, brauchen die Techniker noch mehr Zeit, um den Grund für die Probleme herauszufinden. Ein Software-Fehler wurde demnach bereits als Ursache ausgeschlossen. Das Raumschiff werde erst starten, wenn die Experten "sicher sind, dass es startbereit ist", fügte die Nasa hinzu.

Mit dem unbemannten Testflug wollte Boeing eigentlich sein Raumfahrtprogramm nach mehreren Rückschlägen wieder auf Kurs bringen. Ein erster unbemannter Testflug der "Starliner"-Kapsel war 2019 wegen Software-Problemen gescheitert. Das Raumschiff konnte die ISS damals nicht ansteuern und kehrte vorzeitig zur Erde zurück.

Die US-Raumfahrtbehörde Nasa hatte ihr Shuttle-Programm wegen hoher Kosten und nach zwei Unglücken vor zehn Jahren eingestellt und war in der Folge auf russische Raketen angewiesen, um zur ISS zu kommen. Um wieder unabhängiger von Russland zu werden, beauftragte die US-Regierung unter dem damaligen Präsidenten Barack Obama das Unternehmen SpaceX von Tesla-Gründer Elon Musk sowie den Luftfahrtriesen Boeing mit dem Bau von Raumfähren.

In dem Wettstreit hat SpaceX aber klar die Nase vorn: Anders als Boeing hat das Unternehmen schon Astronauten zur ISS gebracht.

AFP

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