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Börsen in Europa und den USA erholen sich am Dienstag leicht

Nach heftigen Verlusten zum Wochenstart haben sich die europäischen Börsen am Dienstag etwas erholt.

Dax bei Börsenschluss am Montag, 16. März

Dax bei Börsenschluss am Montag, 16. März

Nach heftigen Verlusten zum Wochenstart haben sich die europäischen Börsen am Dienstag etwas erholt. Der Deutsche Aktienindex (Dax) in Frankfurt am Main lag am Nachmittag mit einem Plus von nahezu zwei Prozent bei 8.914,37 Punkten. Aus Angst vor den Folgen der Coronavirus-Pandemie war der deutsche Leitindex am Montag erstmals seit dem Jahr 2016 unter die Schwelle von 9000 Punkten gerutscht.

Europaweit schwankten die Börsenbarometer am Dienstag, legten insgesamt aber wieder deutlich zu. Der Leitindex FTSE 100 in London lag am Nachmittag rund 1,4 Prozent im Plus, der Pariser CAC der 40 größten Unternehmen etwa zwei Prozent. Mailand und Madrid verzeichneten zwischenzeitlich sogar noch höhere Zuwächse.

Am Montag waren die Börsenkurse weltweit abgetaucht. Bereits in der Vorwoche hatten die Börsen international wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus historische Verluste verzeichnet.

Nach Medienberichten, wonach US-Präsident Donald Trump massive Staatshilfen für die Wirtschaft in Höhe von 850 Milliarden Dollar (etwa 774 Milliarden Euro) plant, gingen auch an der New Yorker Wall Street die Kurse nach oben: Der Dow Jones gewann 2,7 Prozent oder über 500 Punkte, nachdem er am Montag den höchsten Tagesverlust seit mehr als 30 Jahren eingefahren hatte.

An den Handelsplätzen in Asien entwickelten sich die Kurse unterschiedlich. Während Hongkong mit einem Plus von 0,9 Prozent schloss, verzeichnete Tokio bei Handelsschluss einen leichten Zuwachs von 0,1 Prozent. Shanghai schloss 0,3 Prozent im Minus.

Unterdessen wurden hochspekulative Leerverkäufe an den Börsen in Paris, Mailand und Madrid nach den jüngsten Kurseinbrüchen infolge des Coronavirus deutlich eingeschränkt.

In Frankreich sind demnach Leerverkäufe mit Titeln vor allem von Banken und Versicherungen verboten, die im Leitindex CAC 40 gelistet sind. Darunter sind Unternehmen wie die Versicherung Axa, die Banken BNP Paribas, Crédit Agricole und Société Générale. Betroffen sind unter anderem auch Titel des Autoherstellers Renault und des Baustoffkonzerns Saint-Gobain.

"Wir sind bereit, bis zu einem einmonatigen Verbot der Leerverkäufe zu gehen", sagte Frankreichs Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Dienstag.

Auch in Deutschland wird über ein Verbot nachgedacht. Der stellvertretende Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der Linksfraktion, Fabio De Masi, forderte einen solchen Schritt für ganz Europa. "Die EU braucht jetzt eine koordinierte Finanzaufsicht", erklärte er, notfalls müsse auch "nach Börsengesetz der Handel ausgesetzt werden“".

AFP

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