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Boliviens Übergangspräsidentin mit Coronavirus infiziert

Boliviens Übergangspräsidentin Jeanine Áñez
Boliviens Übergangspräsidentin Jeanine Áñez
© © 2020 AFP
Die bolivianische Übergangspräsidentin Jeanine Áñez hat sich mit dem Coronavirus infiziert.

Die bolivianische Übergangspräsidentin Jeanine Áñez hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Sie sei positiv auf den neuartigen Erreger getestet worden, teilte die 53-Jährige am Donnerstag in einem im Internetdienst Twitter veröffentlichten Video mit. Ihr gehe es gut, und sie werde von zuhause aus arbeiten. Áñez wird sich laut ihren eigenen Angaben nach 14 Tagen Quarantäne einem weiteren Test unterziehen.

Die konservative Politikerin kam ins Amt, nachdem der langjährige linksgerichtete Staatschef Evo Morales im vergangenen November unter dem Druck wochenlanger Proteste zurückgetreten war. Am 6. September sollen in dem südamerikanischen Land Präsidentschafts- und Parlamentswahlen stattfinden. Die Wahlen waren ursprünglich für Anfang Mai angesetzt gewesen, aber wegen der Corona-Pandemie verschoben worden. Áñez kandidiert bei den Wahlen für das Präsidentenamt.

Auch drei Mitglieder von Áñez' Kabinett haben sich mit dem Coronavirus infiziert. In Bolivien wurden bislang insgesamt knapp 43.000 Fälle von Ansteckungen mit dem Coronavirus verzeichnet. Die offizielle Zahl der Todesopfer der Pandemie im Land lag am Donnerstag bei 1577. Bolivien ist nicht das erste südamerikanische Land, in dem das neuartige Virus die Staatsspitze erreichte. Am Dienstag hatte der brasilianische Präsident Jair Bolsonaro bekanntgegeben, positiv auf den Erreger getestet worden zu sein.

AFP

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