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Bolton führt in der Türkei Gespräche über US-Abzug aus Syrien

Der Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, hat am Dienstag in der Türkei Gespräche über den angekündigten Abzug aus Syrien geführt.

US-Militärfahrzeuge im Norden Syriens

US-Militärfahrzeuge im Norden Syriens

Der Nationale Sicherheitsberater der USA, John Bolton, hat am Dienstag in der Türkei Gespräche über den angekündigten Abzug aus Syrien geführt. Er traf am Vormittag den wichtigsten Berater und Sprecher von Präsident Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, wie das türkische Präsidialamt mitteilte. Eine anschließend geplante Pressekonferenz wurde ohne Angabe von Gründen abgesagt.

US-Präsident Donald Trump hatte vor Weihnachten überraschend angekündigt, alle Truppen aus Syrien abzuziehen, die dort die Kurden im Kampf gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) unterstützten. Inzwischen relativierte er seine Aussagen bereits mehrfach.

Die kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG) fürchten bei einem US-Abzug aus Syrien eine türkische Offensive. Erdogan droht seit Wochen mit einer neuen Offensive gegen die YPG und hat bereits die Truppen an der Grenze verstärkt.

"Präsident Trump hat die richtige Entscheidung getroffen", schrieb Erdogan zum angekündigten US-Abzug in einem Beitrag für die "New York Times", der wenige Stunden vor den Gesprächen Boltons in Ankara veröffentlicht wurde. Erdogan kündigte an, nach dem Abzug der USA in Syrien die "Wurzeln" der Radikalisierung beseitigen zu wollen.

Zum von Trump angekündigten Abzug aus Syrien hatte Bolton vor wenigen Tagen bei einem Besuch in Israel bereits Bedingungen genannt. Es müsse zunächst sichergestellt sein, dass die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) besiegt und nicht in der Lage sei, wiederzuerstarken. Zudem müsse die Sicherheit der US-Verbündeten in der Region garantiert sein.

Auch US-Außenminister Mike Pompeo bekräftigte, dass der IS nicht wiedererstarken dürfe. Einen "Aufstieg", wie ihn die Dschihadisten unter Trumps Vorgänger Barack Obama erlebt hätten, dürfe es nicht noch einmal geben, sagte Pompeo am Montag vor dem Antritt einer Reise in acht arabische Hauptstädte. Die USA stünden weiter zu allen Einsätzen, zu denen sie sich in den vergangenen zwei Jahren verpflichtet hätten.

AFP

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