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Boris Johnson verweigert Stellungnahme zu Streit mit Lebensgefährtin

Im Ringen um den Vorsitz der britischen Tories hat sich Ex-Außenminister Boris Johnson geweigert, Fragen zum Streit mit seiner Lebensgefährtin zu beantworten.

Johnson in Birmingham

Johnson in Birmingham

Im Ringen um den Vorsitz der britischen Tories hat sich Ex-Außenminister Boris Johnson geweigert, Fragen zum Streit mit seiner Lebensgefährtin zu beantworten. "Ich glaube nicht, dass die Leute von solchen Dingen hören wollen", sagte er am Samstag beim ersten Rededuell im Rennen um die Nachfolge der britischen Premierministerin Theresa May. Die beiden verbliebenen Herausforderer, Johnson und der amtierende Außenminister Jeremy Hunt, präsentierten sich in Birmingham den Mitgliedern der konservativen Tory-Partei.

In der Nacht zum Freitag hatte ein heftiger Streit zwischen Johnson und seiner Freundin Carrie Symonds einen Polizeieinsatz in London ausgelöst. Johnson versuchte in Birmingham jedoch, das Gespräch von seinem Privatleben auf die Politik zu lenken. "Wir müssen den Brexit schaffen", sagte er und versprach, Großbritannien auf einen "No Deal"-Brexit vorzubereiten, falls mit der EU keine Einigung erzielt werde.

Die Veranstaltung in Birmingham war der Auftakt einer landesweiten Debattenreihe zwischen den beiden Kontrahenten. Für den 15. Juli ist die letzte der 16 Diskussionsrunden in London vorgesehen. Der neue Vorsitzende der Tories soll bis Ende Juli gekürt sein, die Entscheidung treffen die 160.000 Parteimitglieder. In der Woche des 22. Juli wird der Name des Siegers voraussichtlich bekanntgegeben. Er wird dann auch Regierungschef.

AFP