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BUND: Mit Philippsburg geht eines der störanfälligsten Akw vom Netz

Schild mit Aufschrift "Vorsicht! Erhöhte Strahlung"
Schild mit Aufschrift "Vorsicht! Erhöhte Strahlung"
© © 2019 AFP
Die Umweltschutzorganisation BUND fordert die Bundesregierung nach dem Abschalten des Akw Philippsburg auf, komplett aus der Atomenergie auszusteigen.

Die Umweltschutzorganisation BUND fordert die Bundesregierung nach dem Abschalten des Akw Philippsburg auf, komplett aus der Atomenergie auszusteigen. Auch die aktuell noch unbefristet laufende Brennelementefabrik Lingen und die Urananreichungsanlage Gronau müssten stillgelegt werden, forderte der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt am Sonntag. Die Organisation begrüßte, dass mit dem badischen Akw Philippsburg zum Jahresende "eines der störanfälligsten Atomkraftwerke in Deutschland vom Netz" gehe.

Das Kraftwerk Philippsburg sei mehr als dreißig Jahre gelaufen, obwohl es gegen geltende Sicherheitsanforderungen verstoßen habe. "Jedes abgeschaltete Akw ist ein Erfolg für den jahrzehntelangen Kampf gegen die gefährliche Atomkraft", sagte Bandt.

Nach der Abschaltung von Philippsburg sind noch sechs Atomkraftwerke in Deutschland am Netz. Drei haben eine Betriebsgenehmigung bis Ende 2021 (Brokdorf, Grohnde, Gundremmingen), drei bis Ende 2022 (Emsland, Neckarwestheim und Isar).

Der Sprecher des Arbeitskreises Atom und Strahlenschutz beim BUND, Edo Günther, kritisierte, Atomkraft werde "als vorgeblicher Klimaretter immer wieder als Heilsbringer aus dem Hut gezaubert". Atomkraftwerke seien jedoch keine Lösung für den Klimaschutz. "Die unsichere Technik ist teuer, unwirtschaftlich und mitnichten CO2-neutral", so Günther.

BUND-Chef Bandt betonte: "Was letztlich bleibt, ist die ungelöste Jahrtausendaufgabe der Lagerung." Das "strahlende Erbe" werde dabei "unfair und unsozial auf nachfolgende Generationen umgewälzt".

AFP

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