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Bundesinnenminister Seehofer dankt Einsatzkräften in bayerischen Schneegebieten

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat den tausenden Hilfskräften in den bayerischen Schneefallgebieten für ihren Einsatz gedankt.

Soldaten räumen ein Dach

Soldaten räumen ein Dach

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat den tausenden Hilfskräften in den bayerischen Schneefallgebieten für ihren Einsatz gedankt. Die Menschen leisteten seit Tagen "Übermenschliches", sagte er am Montag bei einem Besuch in Berchtesgaden. In Teilen Südbayerns gilt nach langen und extremen Schneefällen der Katastrophenfall. Viele Straßen sind gesperrt, Lawinen und schwere Schneelasten auf Dächern sorgen für Gefahr.

Am Montagmorgen beschädigte eine große Lawine ein Hotel in dem von der Außenwelt abgeschnittenen Allgäuer Wintersportort Balderschwang, dabei wurde niemand verletzt. In den höheren Lagen der Alpen waren außerdem bereits neue extreme Schneefälle vorhergesagt. Dadurch sollte nach Angaben des Wetterdiensts das Schneebruchrisiko weiter stark steigen.

Auch Kräfte des Technischen Hilfswerks (THW), Bundeswehrsoldaten sowie Landes- und Bundespolizisten sind im Einsatz. Nach Angaben Seehofers beteiligen sich allein im schwer getroffenen Landkreis Berchtesgaden derzeit mehr als 200 Bundespolizisten daran, Dächer und Straßen zu räumen. Dazu kamen rund 1400 Kräfte des THW. Der zunächst auf drei Tage befristete Einsatz der Bundespolizei werde nötigenfalls verlängert.

Auch in anderen bayerischen Unwettergebieten blieb die Lage heikel. Im Landkreis Miesbach waren nach Behördenangaben fast alle Straßen in Berg- und Waldgebieten gesperrt. Für Montag waren weitere schwere Schneefälle angekündigt, was die Schneelasten auf Dächern weiter erhöhen sollte. 1700 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, THW und Roten Kreuz räumten gefährdete Gebäude.

Dabei konzentrierten sie sich nach Angaben des Landkreises zunächst auf wichtige Gebäude der öffentlichen Infrastruktur und solche, bei denen Gefahr für Menschen oder Tiere bestand. Die aktuelle extreme Wetterlage sei eine "Ausnahmesituation für alle", erklärte der Landkreis weiter.

AFP