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Bundesregierung bereitet Hilfen für den Libanon vor

[Sehen Sie im Video: Internationale Politiker äußern sich bestürzt nach verheerender Explosion in Beirut.]


Nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut liegen Teile der libanesischen Hauptstadt in Trümmern. 


Es gibt über 100 Tote und Tausende Verletzte. 


Politiker aus aller Welt äußern sich bestürzt über die Katastrophe im Libanon.


Emmanuel Macron: "Ich drücke meine brüderliche Solidarität mit den Libanesen nach der Explosion aus, bei der heute Abend in Beirut so viele Opfer gefordert und Schäden verursacht wurden. Frankreich steht an der Seite des Libanon. Immer. Französische Hilfen und Ressourcen werden geliefert."


Joe Biden: "Unsere Herzen und Gebete sind bei den Menschen im Libanon und den Opfern der schrecklichen Explosion in Beirut. Ich fordere sowohl die Trump-Administration als auch die internationale Gemeinschaft auf, Hilfe für die tausenden Verletzten sofort zu mobilisieren."


Justin Trudeau: "Absolut tragische Nachrichten aus Beirut. Kanadier denken an alle, die verletzt wurden und an alle, die versuchen, einen Freund oder ein Familienmitglied zu finden, oder einen geliebten Menschen verloren haben. Wir halten sie in unseren Gedanken und sind bereit, ihnen auf jede Weise zu helfen. "


Wladimir Putin: "Wir in Russland teilen den Kummer der Libanesen. Den Familien und Freunden der Opfer richte ich mein Beileid und meine Unterstützung aus. Den Verletzten wünsche ich baldige Genesung."


Auch US-Präsident Donald Trump hat den Menschen in Beirut sein Mitgefühl ausgesprochen. Die USA stünden an der Seite des Libanon. Bei einer Pressekonferenz in Washington mutmaßte Trump allerdings über einen Bombenangriff. 


Der libanesische Regierungschef Hassan Diab erklärte in einer Fernsehansprache dagegen, dass 2750 Tonnen Ammoniumnitrat für die Explosion in einem Lagerhaus am Hafen verantwortlich seien. 
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Nach den verheerenden Explosionen in der libanesischen Hauptstadt Beirut bereitet die Bundesregierung Hilfsmaßnahmen vor.

Nach den verheerenden Explosionen in der libanesischen Hauptstadt Beirut bereitet die Bundesregierung Hilfsmaßnahmen vor. Auf Bitten der libanesischen Regierung könnte noch am Mittwoch eine 47-köpfige Einsatzeinheit des Technischen Hilfswerks nach Beirut starten, um bei der Bergung von Verschütteten zu helfen, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin. Zudem werde ein Botschaftsunterstützungs-Team entsandt, das zur Arbeitsfähigkeit der deutschen Vertretung vor Ort beitragen soll.

Zur genauen Zahl der verletzten Deutschen konnte die Bundesregierung weiterhin keine Angaben machen. "Wir haben Hinweise auf einzelne verletzte Deutsche und viele Hinweise auf schwere Sachschäden", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts. Eine "belastbare Zahl" der Verletzten könne aber noch nicht genannt werden. "Die Lage vor Ort muss als chaotisch bezeichnet werden", sagte er. Insgesamt gebe es "eine erhebliche Anzahl von Deutschen", die im Libanon leben.

Das Auswärtige Amt richtete nach Angaben des Sprechers einen Krisenstab ein, der am Mittwochvormittag zum ersten Mal tagte. Drei Themen stünden im Zentrum: die Lage der Deutschen vor Ort, die Hilfsersuchen der libanesischen Regierung sowie die Lage und Arbeitsfähigkeit der deutschen Botschaft.

Die Kanzlei der Botschaft sei beschädigt worden, sagte der Sprecher. Die deutsche Vertretung habe aber auf eine andere Liegenschaft ausweichen können, so dass die Arbeitsfähigkeit gewährleistet sei. Inwieweit die alten Liegenschaften noch genutzt werden könnten, müsse zunächst statisch und brandschutztechnisch geprüft werden.

Bei der Explosionen im Hafen von Beirut wurden am Dienstag mindestens 100 Menschen getötet und tausende verletzt. Laut Ministerpräsident Hasan Diab waren 2750 Tonnen beschlagnahmtes Ammoniumnitrat detoniert. Das Material sei seit sechs Jahren ohne Vorsichtsmaßnahmen in einem Lagerhaus untergebracht gewesen.

AFP

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