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Bundesregierung bringt Neuregelung des Psychotherapie auf den Weg

Die Bundesregierung hat die Reform der Psychotherapie auf den Weg gebracht: Der vom Kabinett am Mittwoch gebilligte Gesetzentwurf sieht vor, dass die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen ein neues

Gesundheitsminster Jens Spahn

Gesundheitsminster Jens Spahn

Die Bundesregierung hat die Reform der Psychotherapie auf den Weg gebracht: Der vom Kabinett am Mittwoch gebilligte Gesetzentwurf sieht vor, dass die Selbstverwaltung im Gesundheitswesen ein neues Konzept zum Zugang zu psychotherapeutischen Behandlung ausarbeitet.

Der Gemeinsame Bundesausschuss von Krankenkassen, Kliniken und Ärzteschaft (G-BA) solle Vorschläge ausarbeiten, um "die Behandlung besser zu strukturieren und zu koordinieren", sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) der "Neuen Osnabrücker Zeitung" von Mittwoch.

Die Selbstverwaltung sei "jetzt am Zuge", sagte der Minister. Ursprünglich hatte Spahn geplant, dass künftig in Voruntersuchungen entschieden werden soll, welches Hilfs- oder Therapieangebot die Betroffenen erhalten sollen. Er will damit eine bessere Steuerung der Terminvergabe erreichen, weil viele Patienten zu lange auf einen Termin warten müssen.

Vertreter der Psychotherapeuten waren gegen dieses Vorhaben Sturm gelaufen. Sie sahen darin eine zu große Hürde, die Patienten abschrecken könnte, eine Behandlung aufzunehmen. Daraufhin beriet Spahn mit den Interessenvertretern, um schließlich den jetzigen Gesetzentwurf vorzulegen.

Darin wird der G-BA beauftragt, "eine berufsgruppenübergreifende koordinierte Zusammenarbeit der Psychotherapeuten mit anderen Leistungserbringern zu regeln", wie das Gesundheitsministerium mitteilte.

Der Gesetzentwurf regelt auch die Ausbildung der Psychotherapeuten neu. Für den Beruf soll es künftig anders als bisher einen eigenen Studiengang geben. Bislang müssen Psychotherapeuten ein Vollstudium der Psychologie absolvieren, bei den Kinder- und Jugend-Therapeuten ist es ein Pädagogik-Studium. Daran schließt sich eine Ausbildung zum Psychotherapeuten an.

AFP

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