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Bundesregierung setzt sich nach Havarie der "MSC Zoe" für Peilsender weltweit ein

Nach der Havarie des Frachters "MSC Zoe", bei der rund 270 Container in die Nordsee stürzten, setzt sich die Bundesregierung für Peilsender in Containern weltweit ein.

Die "MSC Zoe" in Bremerhaven

Die "MSC Zoe" in Bremerhaven

Nach der Havarie des Frachters "MSC Zoe", bei der rund 270 Container in die Nordsee stürzten, setzt sich die Bundesregierung für Peilsender in Containern weltweit ein. "Als Bundesregierung setzen wir uns aktiv dafür ein, dass es zu einer Einigung für den Einsatz von Peilsendern auf internationaler Ebene kommt", sagte der Koordinator der Bundesregierung für die maritime Wirtschaft, Norbert Brackmann (CDU), der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag.

Eine derartige verpflichtende Ausstattung könne nur sinnvoll im Rahmen der international geltenden Regularien eingeführt werden. Eine solche Maßnahme allein auf nationaler Ebene halte er für nicht zielführend.

Gerade bei Gefahrgutcontainern sei es wichtig, "dass sie schnellstmöglich geborgen werden, damit der Inhalt nicht ins Meer abgegeben wird. Je schneller die Container auffindbar sind, umso besser", sagte Brackmann.

Nach Angaben des maritimen Koordinators debattiert die Internationale Maritime Organisation (IMO) über das Thema verpflichtende Peilsender schon seit einiger Zeit. "Bei über 170 Mitgliedsstaaten ist das allerdings ein Prozess, der durchaus einige Jahre in Anspruch nehmen kann", sagte Brackmann.

Ob Deutschland Konsequenzen aus dem Fall des Container-Unglücks auf der Nordsee ziehen wird, ist nach Ansicht des maritimen Koordinators noch offen: "Zunächst einmal müssen die genauen Gründe für die Havarie erkundet werden. Daran arbeitet das Havariekommando in Cuxhaven", sagte Brackmann.

Die knapp 400 Meter lange "MSC Zoe" hatte in der Nacht zum Mittwoch in einem Sturm im deutsch-niederländischen Grenzgebiet nordwestlich der Insel Borkum rund 270 Container verloren, darunter nach Informationen des niederländischen Grenzschutzes drei mit Gefahrgut. An niederländischen Nordseeinseln wurden bereits mehr als 20 Container angeschwemmt. In deutschen Gewässern wurden bislang zehn Transportboxen entdeckt.

AFP

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