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Bundeswehr-Eurofighter in Australien eingetroffen

Eurofighter der Bundeswehr
Eurofighter der Bundeswehr
© AFP
Fünf Eurofighter-Kampfjets der deutschen Luftwaffe sind zu internationalen Militärübungen in Australien eingetroffen. "Die Eurofighter sind zusammen mit den Tankern und den A400M Maschinen in Darwin gelandet", teilte die Luftwaffe am Donnerstag im Kurzbotschaftendienst Twitter mit. "Ab Montag nehmen wir mit weiteren 16 Nationen an der multinationalen Übung PitchBlack22 teil", hieß es weiter. Es handelt sich um die ersten Übungen der Bundeswehr im indo-pazifischen Raum. 

Den Angaben zufolge nehmen sechs Eurofighter-Jets an den Übungen teil, die von vier A400M-Transportflugzeugen sowie drei A330-Tankjets begleitet werden. Insgesamt sind 250 Bundeswehrsoldaten beteiligt. 

Einer der Eurofighter verspätete sich auf dem Weg nach Australien wegen einer technischen Panne. Die Luftwaffe twitterte jedoch am Freitag, dass auch dieser Jet nach Reparaturarbeiten inzwischen im indo-pazifischen Raum angelegt sei und sich auf dem Weg nach Darwin befinde.  

Die Flugzeuge waren nach Angaben der Bundeswehr am Montag im bayerischen Neuburg gestartet. Sie sollen bis September an den Luftübungen "Pitch Black" und den Seeübungen "Kakadu 2022" der australischen Armee teilnehmen. 

Dies sei der bisher "größte und ehrgeizigste Einsatz" der deutschen Luftwaffe, erklärte deren Generalstabschef Ingo Gerhartz. "Wir senden ein deutliches Signal: Die Luftwaffe kann schnell und in der ganzen Welt eingesetzt werden, auch wenn es mehrere Missionen parallel zu erfüllen gibt."

Die Übungen erfolgen wenige Wochen nachdem China vor der Küste Taiwans die größten Militärmanöver seiner Geschichte vorgenommen hatte. China reagierte damit auf einen Besuch der US-Spitzenpolitikerin Nancy Pelosi in Taiwan, das von Peking als abtrünniges Gebiet betrachtet wird. 

Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hat Deutschland eine umfassende Modernisierung der Bundeswehr begonnen und dafür einen Sonderfonds in Höhe von 100 Milliarden Euro eingerichtet.

AFP

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