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Bundeswehr verabschiedet von der Leyen mit Großem Zapfenstreich

Die Bundeswehr hat die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Donnerstagabend mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet.

Leyen und Kramp-Karrenbauer bei Amtsübergabe im Juli

Leyen und Kramp-Karrenbauer bei Amtsübergabe im Juli

Die Bundeswehr hat die frühere Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) am Donnerstagabend mit einem Großen Zapfenstreich verabschiedet. Die Zeremonie ist die höchste Form militärischer Ehrerweisung deutscher Soldaten. Die neue Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer hatte sie zur Würdigung ihrer Vorgängerin veranlasst.

Von der Leyen hatte ihr Amt Mitte Juli nach knapp sechs Jahren niedergelegt, nachdem das EU-Parlament sie als künftige Kommissionspräsidentin der EU bestätigt hatte. Nach 16 männlichen Amtsinhabern war von der Leyen die erste Frau an der Spitze des Verteidigungsministeriums gewesen.

Schauplatz des Zapfenstreichs am Abend war der Bendlerblock, der Berliner Dienstsitz des Verteidigungsministeriums. Die Zeremonie hat eine bis weit in die deutsche Militärgeschichte zurückreichende Tradition und folgt einer festgelegten Abfolge musikalischer und militärischer Elemente.

Das Zeremoniell entstand in seiner heutigen Form im frühen 19. Jahrhundert in der Zeit der Befreiungskriege, als das Ritual durch ein kurzes Abendlied und dann auch um ein Gebet ergänzt wurde. Der Große Zapfenstreich der Bundeswehr besteht heute aus dem "Locken" der Spielleute, dem Auftritt des Musikkorps und der berittenen Truppen, einem Gebet und der Nationalhymne.

Gespielt werden auch persönlich ausgewählte Musikstücke des Geehrten. Von der Leyens Wahl fiel dabei unter anderem auf den Hit "Wind of Change" der deutschen Rockband Scorpions.

Kritiker des Großen Zapfenstreichs sehen das militärische Zeremoniell in der unmittelbaren Tradition von preußischen Paraden und Hitlers Fackelzügen und sprechen von einem Symbol des preußischen und deutschen Militarismus.

AFP