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CDU-Landeschef fordert Sonderparteitag noch vor der Sommerpause

Vor dem Rückzug: Kramp-Karrenbauer
Vor dem Rückzug: Kramp-Karrenbauer
© © 2020 AFP
In der CDU mehren sich die Forderungen nach einem Sonderparteitag, um die Führungsfrage rasch zu klären.

In der CDU mehren sich die Forderungen nach einem Sonderparteitag, um die Führungsfrage rasch zu klären. Sachsen-Anhalts CDU-Landeschef Holger Stahlknecht schlug am Donnerstag im Deutschlandfunk vor, einen solchen Parteitag noch vor der Sommerpause einzuberufen, um einen neuen Parteichef ins Amt zu wählen. Stahlknecht begrüßte ausdrücklich entsprechende Überlegungen der CDU-Bundeszentrale.

Der künftige CDU-Chef dürfe "nicht in Hinterzimmern" ausgekungelt werden, sondern müsse mit "Transparenz" ins Amt gebracht werden, sagte Stahlknecht. Sein Wunsch sei, dass der künftige Vorsitzende den Mut und die Kraft habe, konservative Werte zu vertreten. Auf einen bestimmten Kandidaten wollte sich Stahlknecht aber nicht festlegen.

Der ursprüngliche Zeitplan der CDU für die Regelung der Nachfolge von Annegret Kramp-Karrenbauer sah vor, im Sommer einen Kanzlerkandidaten zu finden und diesen dann auf dem regulären Parteitag im Dezember zum CDU-Vorsitzenden zu wählen. Viele Unionspolitiker fordern aber eine schnellere Regelung.

Aus dem Adenauer-Haus war am Mittwochabend verlautet, dass ein Sonderparteitag zur Neuwahl des Vorsitzenden "natürlich" möglich sei. "Wie und wo dieser stattfinden könnte, ist nicht terminiert", hieß es gegenüber AFP.

Mehr Klarheit darüber werde es bald aber geben - nämlich dann, wenn die scheidende Parteichefin Kramp-Karrenbauer ab der kommenden Woche wie angekündigt Gespräche mit den Nachfolge-Interessenten führt. In der Präsidiumssitzung am 24. Februar werde sie dann "über den aktuellen Stand der Entwicklungen informieren", verlautete aus dem Adenauer-Haus.

AFP

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