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Delegation aus Riad und Abu Dhabi zu Gesprächen im Jemen

Nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und Unabhängigkeitskämpfern im Jemen ist eine gemeinsame Militärdelegation aus Saudi-Arabien und den Vereinten Arabischen Emiraten in die

Männer in Aden mit einem Bild des saudiarabischen Königs

Männer in Aden mit einem Bild des saudiarabischen Königs

Nach gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Regierungstruppen und Unabhängigkeitskämpfern im Jemen ist eine gemeinsame Militärdelegation aus Saudi-Arabien und den Vereinten Arabischen Emiraten in die jemenitischen Interimshauptstadt Aden gereist. Auftrag der Delegation sei es, den Rückzug der Unabhängigkeitskämpfer zu diskutieren, verlautete aus Kreisen der international international anerkannten Regierung von Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi.

Eine Quelle aus dem sich für eine Abspaltung des Südjemen einsetzenden Übergangsrats des Südens (STC), erklärte: "Wir werden mit ihnen Gespräche führen".

Die hinter dem STC stehenden Unabhängigkeitskämpfer aus dem Südjemen hatten am Samstag nach tagelangen Kämpfen gegen Regierungstruppen unter anderem den Präsidentenpalast in Aden erobert. Die Kämpfe offenbarten Risse innerhalb der von Saudi-Arabien geführten Militärkoalition, welche Hadis Regierung im Krieg gegen die Huthi-Rebellen im Norden unterstützt. Der Übergangsrat sowie die Miliz Sicherheitsring werden von den Vereinigten Arabischen Emiraten unterstützt, Hadi und die Regierungstruppen von Saudi-Arabien.

STC-Chef Aidarus al-Subaidie hatte am Sonntag einer Vermittlung durch Riad zugestimmt. Hadis Regierung lehnte jedoch jegliche Gespräche mit der Unabhängigkeitsbewegung ab, solange diese sich nicht von den eroberten Stellungen in Aden zurückzieht. Tausende Unabhängigkeitsbefürworter gingen am Donnerstag in Aden auf die Straße. Den Organisatoren zufolge kamen viele von ihnen aus Nachbarprovinzen im Südjemen, um den STC zu unterstützen.

Die im Südjemen gelegene Hafenstadt Aden ist seit Januar 2015 die Interimshauptstadt der international anerkannten Regierung Hadis. Der Präsident war aus der eigentlichen Hauptstadt Sanaa geflohen, als diese von den Huthi-Rebellen besetzt wurde. Er befindet sich mittlerweile allerdings im Exil in Saudi-Arabien.

Im Jemen herrscht seit 2015 Krieg zwischen den von Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen arabischen Staaten unterstützten Truppen Hadis und den Huthi-Rebellen, hinter denen der Iran steht.

Die Frontstellung in dem Konflikt in Aden ist eine andere: Dort kämpfen die Truppen des Präsidenten gegen Separatisten, die seit Jahrzehnten für einen unabhängigen Staat Südjemen kämpfen, wie er bereits vor der jemenitischen Vereinigung 1990 bestanden hatte.

AFP