HOME

Deutscher bei Überfall in Äthiopien getötet

In Äthiopien ist ein Deutscher bei einem Überfall an einem bei Touristen beliebten Vulkan getötet worden. Das wurde am Dienstag aus dem Auswärtigen Amt in Berlin bestätigt.

Äthiopischer Vulkan Erta Ale im Grenzgebiet zu Eritrea

Äthiopischer Vulkan Erta Ale im Grenzgebiet zu Eritrea

In Äthiopien ist ein Deutscher bei einem Überfall an einem bei Touristen beliebten Vulkan getötet worden. Das wurde am Dienstag aus dem in Berlin bestätigt. Der Überfall ereignete sich in der Nähe des Vulkans Erta Ale, der in der unsicheren Grenzregion zu Eritrea liegt.

Die äthiopische Regierung äußerte sich zunächst nicht zu dem Überfall. Es bekannte sich auch noch keine Gruppe zu dem . Die deutsche Botschaft in Addis Abeba stand laut Auswärtigem Amt in engem Kontakt mit den äthiopischen Behörden, um Informationen zu sichern.

Die Wüstenregion der Danakil-Senke um den Erta Ale im Nordosten Äthiopiens gilt als unsicher, ist bei Abenteuerreisenden jedoch wegen ihrer spektakulären Landschaft beliebt. Es hatte dort in den vergangenen Jahren bereits Überfälle auf Touristen gegeben. So waren 2012 bei einem Angriff auf eine 22-köpfige europäische Reisegruppe zwei Deutsche, zwei Ungarn und ein Österreicher getötet worden. Zwei Deutsche wurden damals von Rebellen verschleppt, später aber wieder freigelassen.

Vor dem Hintergrund dieses Angriffs rät das Auswärtige Amt von eigenständigen Reisen ohne Begleitung durch äthiopische Sicherheitskräfte in die Danakil-Wüste und die nördliche Afar-Region ab. In den Reise- und Sicherheitshinweisen des Auswärtigen Amtes heißt es, dort könnten Überfälle durch Banditen und Untergrundorganisationen sowie Entführungen nicht ausgeschlossen werden. Auch müsse in der Region mit neu verlegten Landminen gerechnet werden.

Die Danakil-Senke liegt an der Grenze zu , das erst 1993 seine Unabhängigkeit von Äthiopien erklärt hatte. Der darauffolgende militärische Konflikt endete im Jahr 2000 und kostete Zehntausenden das Leben. Die Grenze ist bis heute umstritten.

AFP