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DGB-Chef: Kapitalismus ist in Teilbereichen aus den Fugen geraten

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, hat eine Grundsatzdebatte über die Wirtschaftsordnung gefordert.

Kapitalismuskritische Demo am 1. Mai in Hamburg

Kapitalismuskritische Demo am 1. Mai in Hamburg

Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Reiner Hoffmann, hat eine Grundsatzdebatte über die Wirtschaftsordnung gefordert. "Der Kapitalismus ist in Teilbereichen aus den Fugen geraten", sagte Hoffmann der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Samstag. Es sei deshalb eine berechtigte Frage, "wie wir den sozialen Zusammenhalt unter den Bedingungen des rasanten Wandels stärken können".

Zu den Äußerungen von Juso-Chef Kevin Kühnert zur Vergesellschaftung von Großbetrieben sagte Hoffmann, selbst wenn man dessen Schlussfolgerungen nicht teile, müsse die Diskussion über die Zukunft der Sozialen Marktwirtschaft offensiv geführt werden. "Ich plädiere sehr für eine mutige Zukunftsdebatte über die ökologischen Herausforderungen und die Verteilung des Reichtums", sagte der DGB-Chef.

Hoffmann sprach sich zudem für mehr Investitionen in Bildung und Infrastruktur aus. Auch die von der SPD geplante Grundrente müsse kommen. Das eigentliche Problem sei aber, dass Menschen nach vielen Arbeitsjahren eine Rente unterhalb der Grundsicherheitsgrenze bezögen. "Das ist doch der Skandal", bekräftigte der Gewerkschaftsführer.

AFP

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